Benjamin Gischard schrammte an den ersten Zürcher Kunstturnertagen seit dem 100-Jahr-Jubiläum nur knapp am Siegertreppchen vorbei. Der 23-Jährige vom TV Herzogenbuchsee musste sich Henji Mboyo (TV Opfikon-Glattbrugg) nach einem langen Kopf-an-Kopf-Rennen geschlagen geben. Gischard zeigte einen guten Sechskampf, nachdem er sich von einer Schulterverletzung erholt hat. Er präsentierte indes noch nicht sein volles Programm und musste so am Reck ein paar Zehntelspunkte auf Henjii einbüssen.

Ebenfalls länger ausgefallen war zuletzt Noah Bitterli (TV Oberbuchsiten). Beim letzten Wettkampf hatte er sich beim Sprung den Fuss verletzt. Die Heilung verlief glücklicherweise schnell und er konnte bei den 101. Zürcher Kunstturnertagen mit dem Austragungsort in Wädenswil schon wieder alle Geräte turnen. Mit dem vereinfachten Sprung lag zwar keine Topplatzierung drin, doch Noah Bitterli wurde als 19. mit einem der begehrten Kränze ausgezeichnet.

Überragender Silas Fricker

Einen klaren Sieger gab es im Programm 4. Silas Fricker (Biberist aktiv) liess seinen Gegnern keine Chance und gewann mit fast sieben Punkten Vorsprung. An vier der sechs Geräte holte sich der 13-Jährige die Tageshöchstnote. Schon alleine am Sprung konnte Silas Fricker mit den schwierigsten Elementen überzeugen und sich mehr als einen Punkt Vorsprung verbuchen lassen. Ian Staubitzer vom TV Inkwil erturnte sich mit dem elften Rang eine Auszeichnung.

Aus dem Wettkampf des P3 ging Solothurn mit drei Auszeichnungen heraus. Timi Bühlmann (TV Ebikon, 6. Rang), Janik Mann (STV Langendorf, 10.) und Justin Freiburghaus (TV Wolfwil, 15.) zeigten ihr Können als starke Mehrkämpfer. Der Wettkampf in den vorderen Rängen wird oft am Pferdpauschen entschieden, wo man sich in den unteren «Ps» bis zu drei Punkte in einer Zusatzübung ergattern kann. Für Bühlmann wäre mit diesen Zusatzpunkten ein Podestplatz in Reichweite gelegen. Im Programm 5 wurde Alessandro Signoroni vom TV Bellach als 17. mit einem Kranz ausgezeichnet. Mark Lüthi (STV Langendorf) gelang das gleiche im P2 auf Platz 14.