Nach einer durchzogenen 1.-Liga-Rückrunde mit drei Niederlagen hat Zuchwil seinen komfortablen Vorsprung aus einer fast perfekten Vorrunde vergeben. Direkt hinter den Solothurnern lauert Wiki-Münsingen, das Team von Ex-Trainer Stefan Gerber. Zu Beginn der Masterround kam es nun gleich zum Direktduell, welches den Bernern die Chance gab, die Leaderposition zu erobern.

Die Partie begann verhalten. Der Festtags-Groove lag beiden Teams noch tief in den Knochen. Erst einige kernige Checks und gelungene Aktionen konnten Schwung hereinbringen. Aber richtig Hektik kam im Startdrittel erst kurz vor der Pausensirene auf. Hoppe umkurvte das Gehäuse Zuchwils, liess die Verteidiger alt aussehen und schoss. Das Tor erzielte der Center jedoch erst im zweiten Versuch, als er den Abpraller souverän versenkte.

Gefährlicher dritter Block

Zuchwil kam nach der ersten Pause besser in die Partie. Nach wie vor offenbarten die Gäste aber technische Mängel, die man in der bisherigen Meisterschaft selten sah. Hinten stand das Team allerdings kompakt, solid und hatte mit Pfister einen aufmerksamen Torhüter. Das Skore konnte Müller in der 26. Minute im Powerplay ausgleichen. Der dritte Zuchwiler Block, der zum Ende der Qualifikation immer besser in Fahrt kam, war auch an diesem Abend in der Offensive der gefährlichste. Mit dem 1:1 ging es in die zweite Pause.

Von Dach macht sie rein

Mit einem Paukenschlag eröffnete der Leader den dritten Abschnitt. Stalder brachte den Puck steil vors Tor und Von Dach hatte wieder einmal den goldenen Riecher. Zuchwil führte 2:1. War der dritte Block der mit den meisten Chancen, so war die nominell erste Zuchwiler Formation diejenige, welche die nötige Effizienz an den Tag legte. Dies, weil Von Dach in der 52. Minute für die Vorentscheidung sorgte. Captain Pistolato stiftete Unruhe und «Fönsi» erbte zum zweiten persönlichen Treffer im neuen Jahr. Die Gäste profitierten in dieser Phase von ihrer höheren Gangart, welche sie anschlugen. Die Tempoverschärfung, gepaart mit einer guten Chancenauswertung, war der Schlüssel zum Erfolg. Wiki kämpfte zwar zum Schluss sehr gut, fand jedoch keinen Weg an einem starken Pfister vorbei. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Pistolato ins leere Tor.

Zuchwil gewann somit auch das dritte Duell mit Wiki und schafft sich in der Tabelle ein wenig Luft auf die Konkurrenz. Am Samstag empfangen die Zuchwiler Basel.