Fussball
Von Blitz, Donner und Ladehemmungen

Die Vorrunde der 2. Gruppe in der 1. Liga ist abgeschlossen. Der FC Solothurn befindet sich auf dem starken dritten Platz. Der FC Grenchen auf dem elften. Die beiden Trainer analysieren die bisherige Saison.

Michael Lüthi
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Roland Hassler (rechts)

Roland Hassler (rechts)

Solothurner Zeitung

Der FC Solothurn steht in der 1. Liga, Gruppe 2 nach der Vorrunde auf Platz 3, drei Punkte hinter Leader Breitenrain. Wenn die Old Boys im Nachtragsspiel gegen Basels U21 patzen, dann würde der FCS sogar auf Platz 2 überwintern. «Wir sind mitten in der Spitze. Nach dem schlechten Saisonstart ist das eine grandiose Geschichte», sagt Solothurn-Trainer Roland Hassler.

«Es gab Blitz und Donner»

Nach dem Auftaktsieg folgten drei Niederlagen in Serie. Hasler nahm sich damals seine Mannen in der Garderobe zur Brust. «Es gab Blitz und Donner», sagt er. Aber seine Spieler hätten die Botschaft erkannt und diese tadellos interpretiert. In den letzten elf Spielen mussten die Solothurner dann nie mehr als Verlierer vom Platz.

«Ausgerechnet die heilige Solothurner Zahl. Das war bei uns in der Kabine immer ein Thema.» Gabs denn zur Belohnung ein «Öufi-Bier»? «Nein, die Spieler mussten auf die Waage stehen, damit sie über die Festtage nicht zu viel sündigen.»

Aufstieg ist möglich

Der FC Solothurn legte in der Vorrunde eine unglaubliche Winnermentalität an den Tag. «Wir wollen diese positive Serie in der Rückrunde so lange wie möglich aufrechterhalten», sagt Hasler. In der Pause gelte es, den Feinschliff zu machen. «Wir müssen in gewissen Situationen noch ruhiger und abgeklärter werden.» Die Mannschaft wird die Rückrunde in der genau gleichen Konstellation in Angriff nehmen. Und spielt der FCS dann so weiter, ist sogar der Aufstieg in die 1.Liga Promotion möglich (die zwei Erstplatzierten gehen direkt rauf).

«Vorrunde war eine Berg-und-Tal-Fahrt»

Der FC Grenchen belegt nach der Vorrunde Platz 11 mit 19 Punkten. Die Equipe von Trainer Hans Peter Kilchenmann liess in den 15 Partien die Konstanz vermissen. «Die Vorrunde war für uns eine Berg-und-Tal-Fahrt. Mit der Niederlage gegen Muttenz ist uns der Abschluss leider nicht ganz gelungen», sagt der Trainer. Ein Sieg hätte die Grenchner bis auf Platz 6 nach vorne gespült. So eng liegen die Teams in der Gruppe 2 beieinander.

Das Hauptproblem des FCG in der Vorrunde: das Toreschiessen. Nur gerade 13 Treffer haben die Solothurner erzielt. Einzig Baulmes (9) hat von den 48 Erstliga-Teams noch weniger getroffen. «Das ist natürlich ein ganz schlechter Wert. Wir hatten immer wieder unzählige Chancen. Aber die Tore wollten einfach nicht rein», sagt Kilchenmann. Dort müsse nun in der Winterpause der Hebel angesetzt werden. «Wir haben gute Stürmer. Ich bin überzeugt, dass wir in der Rückrunde mehr als 13 Tore schiessen werden.»

Starker Goalie

Der 48-jährige Zollikofer sieht aber auch viel Positives: «Es ist auch eine Leistung, mit nur 13 Toren 19 Punkte zu holen.» Und der erst 20-jährige Goalie Jeffrey Grosjean hat den Trainer mit starken Leistungen immer wieder begeistert. «Er hat eine überragende Vorrunde gespielt.» Kilchenmann will in der Pause vor allem am Teamspirit arbeiten, «damit das Vertrauen ins Toreschiessen zurückkehrt».

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