1. Liga, Gruppe 2
Von Biel bis Wohlen: etliche Kandidaten für die ersten beiden Plätze

Während die Super League bereits in der dritten Runde steht, geht an diesem Wochenende auch die 1. Liga wieder los. Eine Vorschau.

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Auch für den FC Solothurn geht es wieder los.

Auch für den FC Solothurn geht es wieder los.

ZVG

Viel hat sich nicht verändert, was die Konkurrenz des FC Solothurn betrifft. Im Vergleich zur vergangenen Saison nicht mehr in der Gruppe 2 vertreten sind der Aufsteiger FC Black Stars sowie die beiden Absteiger SC Zofingen und BSC Old Boys. Dafür stiess mit dem FC Wohlen der Absteiger aus der Promotion League dazu. Ebenfalls neu in der 1. Liga ist der Aufsteiger SV Muttenz. Zudem spielt der FC Baden, der letztjährige Spitzenreiter der Gruppe 3, neu in der Gruppe des FC Solothurn.

Der FC Biel, der die vergangene Spielzeit auf dem sechsten Platz beendet hat, nimmt die Saison 2019/20 mit einem neuen Trainer ins Visier: Der französische Ex-Profifussballer Anthony Sirufo löste Kurt Baumann an der Seitenlinie ab. Sportchef Mauro Ierep erhofft sich von Sirufo, dass er in Biel ähnlich erfolgreich arbeitet wie zuletzt beim Ligakonkurrenten Bassecourt. «Wenn wir unser Ziel erreichen und an den Aufstiegsspielen teilnehmen können, wollen wir auch den nächsten Schritt machen und die Promotion schaffen», sagt Mauro Ierep.

Der FC Baden ist ebenfalls ein heisser Kandidat für die Finalrunde. Trainer Ranko Jakovljevic zählt sein Team zwar zu den Favoriten, schränkt aber ein: «Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um uns ein sehr breites Kader zu leisten.» Der FC Solothurn, der wie Baden vergangene Saison in den Aufstiegsspielen scheiterte, hat mit Jürg Widmer anstelle von Dariusz Skrzypczak (neu Assistenztrainer bei Lech Posen) einen neuen Coach, der sagt: «Wir müssen einen Umbruch bewältigen. Darum ist es nicht die absolute Vorgabe, ganz vorne dabei sein zu müssen. Aber wenn es so weit kommt, nehmen wir das gerne.»

Viele Fragezeichen

Zum Kreis der Anwärter auf die vordersten zwei Plätze zählt auch Delémont. Trainer Philippe Rossinelli soll die Jurassier, so der Wunsch der Verantwortlichen, in die Aufstiegspoule führen. «Wir stellen uns auf eine harte und ausgeglichene Meisterschaft ein. Und wir haben ein nahrhaftes Programm gleich zum Saisonstart: Baden auswärts, Langenthal daheim, Wohlen auswärts, Solothurn auswärts», sagt Rossinelli, der in Delémont gross geworden ist und zu NLA-Zeiten Sportchef des Klubs war.

Und dann ist da ja auch noch der FC Wohlen, der Absteiger aus der Promotion League, der bis im Sommer 2018 noch in der Challenge League spielte. «Wir wollen eine gute Rolle spielen und vorne mit dabei sein», sagt Assistenztrainer Alessandro Vicedomini. Der Kopf der Mannschaft ist der frühere Profi Marko Muslin (34). Nicht mehr beim FC Wohlen ist dafür Alain Schultz. Und schliesslich rechnet sich auch der FC Schötz einiges aus. Trainer André Grüter meldet jedenfalls: «Wir haben eine starke Mannschaft beisammen. Auch wenn einige andere Klubs das Ziel ebenfalls haben: Wir streben die Aufstiegsspiele an.»

Und daneben? Viele Fragezeichen, von Zug über Buochs (mit dem neuen Trainer Thomas Heitzmann), Bassecourt, Goldau, Muttenz, die Nachwuchsteams von GC, Luzern und der FC Langenthal, dessen Trainer Willy Neuenschwander in der Szene einen legendären Ruf geniesst. Der 71-Jährige begann mit 24 als Spielertrainer und macht nicht den Eindruck, nach 47 Jahren im Geschäft müde zu sein. Vor dem Saisonauftakt sagt er: «Wir möchten uns nach zwei Jahren, in denen wir uns spät den Ligaerhalt sicherten, in der oberen Tabellenhälfte etablieren.» pd/raw