Nach einer staubedingten, längeren Anfahrt, kamen die Solothurnerinnen erst 70min vor Spielbeginn in Staad an. Bei garstigen Verhältnissen mit böenartigen Winden begann das Heimteam gleich mit druckvollem Spiel.

Derendingen wurde von Beginn weg, durch konsequentes Nachsetzen der Staaderinnen am gepflegten Aufbauspiel gehindert.  Bereits nach 5' gerieten sie durch ein klares Abseitstor 1:0 in Rückstand. Das Heimteam wusste den starken Rückenwind zu nützen und lancierte seine Vorderleute mit langen Pässen.

In der 8. Minute kamen die Gäste nach einem Fehlpass der Staaderinnen zu einer grossen Chance. Die Derendinger Angrifsspielerin traf das Tor aber nicht. Für die Abwehr der Derendingerinnen war es enorm schwierig, den Ball gegen den starken Wind aus der Gefahrenzone zu bringen.

Genaue Zuspiele waren fast unmöglich. In der 14. Minute gelang dem Heimteam das 2. Tor. die Gäste waren eigentlich in der Vorwärtsbewegung, der Ball wurde im Mittelfeld verloren und die Staaderinnen konnten mit einem abseitsverdächtigen langen Pass die Gästeabwehr überlaufen und das 2:0 erzielen.

Mit dem Wind in der zweiten Halbzeit

Nur gerade 3 Minuten später erhielt das Heimteam einen Freistoss zugesprochen, dieser wurde für die Derendinger Torhüterin unhaltbar abgelenkt und fand den Weg zum 3:0. Offensiv wollten den gelb blauen nicht viel gelingen. Der Trainer versuchte, durch einen frühen Doppelwechsel, das Team wachzurütteln.

Er wechselte in der 31. Minute Jasmin Bosshard und Lumnjie Kadriu aus und brachte die 16-jährigen Julia und Laura Imoberdorf. Dies brachte nun im Defensivverhalten etwas mehr Hartnäckigkeit und Aggressivität in die Spielart der Derendingerinnen. Ansonsten konnten sie sich aber keine wirklichen Torchancen erarbeiten.

Nach der Pause hoffte man, nun auch den Wind für sich zu nutzen, dies gelang den Gästen aber nicht. Sie konnten zumindest etwas mehr Spielanteile für sich gewinnen, aber Torchancen blieben aus.

Das Wetter machte den Spielerinnen auch in der zweiten Halbzeit zu schaffen.

Das Wetter machte den Spielerinnen auch in der zweiten Halbzeit zu schaffen.

St.Gallen-Staad seinerseits nutzte nun den freien Raum, und konnte, bei schwachem Regen und Windstille…, innert 6 Minuten mit zwei Kontertoren auf 5:0 davonziehen. Nach 61' ersetzte der Trainer Katrin Suter durch Sina Siepe und in der 77' Carla Hager durch Laura Derungs aus. Das Heimteam blieb jedoch spritziger und war immer einen Schritt schneller.

Mit Teamspirit gegen die nächsten Gegnerinnen

Den Derendingerinnen wollte an diesem Nachmittag einfach nichts gelingen. Im Gegenteil, in der 90' kassierten sie noch das 6:0. Wenn das Resultat sicher zu hoch ausgefallen ist, muss man doch sagen, dass die Frauen des FC St. Gallen Staad klar das bessere Team war.

Sie zeigen deutlich, dass sie für den Aufstieg in die Nati A ein Wörtchen mitreden wollen. Wir sind überzeugt, dass sich die Solothurnerinnen wieder fangen, und ihre Stärken, das Kollektiv und den Teamspirit, in den nächsten Spielen wieder ausspielen können.

Das Highlight für das Team aus Derendingen war ganz klar das Comeback von Laura Derungs, welche nach 18 Monaten verletzungsbedingter Abwesenheit, wieder einen Teileinsatz im NLB Team hatte!!

Am 16. März findet das nächste "Heimspiel" in Burgdorf gegen den FC Zürich statt.