Obwohl der FC Grenchen (zwei Spiele, vier Punkte) deutlich besser als die U21 des FC Basel (drei Spiele, ein Punkt) in die neue Saison gestartet war, stiegen die Solothurner als Aussenseiter in die Direktbegegnung. «Basel gehört nicht da unten hin. Deshalb war klar, dass sie etwas machen mussten», wusste auch FCG-Trainer Hans Peter Kilchenmann.

Basler gaben den Takt an

Wie erwartet schlugen die Gastgeber bereits zu Beginn ein hohes Tempo an. Die Basler hatten viel Ballbesitz und kamen zu Torchancen. Doch Grenchens Goalie Jeffrey Grosjean verhinderte den frühen Rückstand für sein Team Mal für Mal: Zuerst behielt er gegen anstürmenden Roman Buess die Oberhand (6.), danach zeigte er sich bei einem Kopfball von Aleksandar Zarkovics reflexstark. Auf den Grenchner Hintermann war Verlass.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Uhrenstädter besser. Sie gingen das Tempo mit und liessen hinten nur noch wenig zu. «Das 0:0 zur Pause war deshalb sicher nicht unverdient», fand Kilchenmann. Allerdings fehlte wenig und die Grenchner wären mit einer Führung in die Kabine gegangen. Als die Basler nach einem Corner in der Nachspielzeit den Ball nicht wegbrachten, kam Sacha Stauffer aus zwölf Metern zum Abschluss, scheiterte aber am gut reagierenden FCB-Keeper Jayson Leutwiler.

Auch nach dem Seitenwechsel waren Tormöglichkeiten zunächst Mangelware. Die beste Chance hatte Edin Hasanovic, dessen Ausputz-Aktion mit der Fuss-Innenseite aus dem Mittelkreis aufgrund des starken Windes Basel-Keeper Leutwiler in der 57. Minute vor einige Probleme stellte.

Zwei Konter, zwei Tore

Mit der Hereinnahme Shaho Maroufis begann der Heimklub vermehrt in die Tiefe zu spielen. Bei einem FCB-Konter nach 63 Minuten war der schnelle Iraner einen Tick vor Aleksandar Veljanovski am Ball und kam beim Aufeinandertreffen im Strafraum zu Fall. Marko Bicvic verlud Grosjean beim fälligen Penalty souverän und brachte den Favoriten in Führung.

Die Entscheidung fiel schliesslich in der 71. Minute. Grenchen suchte den Ausgleich, leistete sich einen fatalen Ballverlust, den Buess und Maroufi auf der rechten Basler Seite zum Gegenangriff nutzten. U17-Weltmeister Kofi Nimeley schloss die Szene allein von Grosjean mit dem
2:0 ab.

«Es darf nicht passieren, dass wir in Basel zwei Kontertore kassieren», ärgerte sich Hans Peter Kilchenmann nach dem Schlusspfiff. Ansonsten hatte er seiner Equipe nichts vorzuwerfen: «Es war ein Spiel auf hohem Niveau, daran hatten auch wir unseren Anteil.»