Volleyball NLA
Volley Schönenwerd gewinnt verdient gegen Lausanne und setzt Siegesserie weiter fort

In einer Partie gelang es Volley Schönenwerd die in der Meisterschaft seit sechs Spielen ungeschlagenen Welschschweizer auf ihrem Heimterrain zu bezwingen. Obwohl die Solothurner nach zwei gespielten Sätzen das Geschehen scheinbar unter Kontrolle hatten, liessen sie Lausanne noch einmal gleichziehen, gewannen in der Verlängerung aber verdient.

Noel Giger
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Der Este Kollo machte wichtige Punkte für Schönenwerd mit starken Blocks.

Der Este Kollo machte wichtige Punkte für Schönenwerd mit starken Blocks.

Hans Peter Schläfli

Was dem Spitzenspiel vom Samstag zusätzliche Spannung verlieh war die Tatsache, dass beide Mannschaft seit nunmehr sechs Partien ungeschlagen waren und auch in der Tabelle direkt hintereinander liegen. Die Solothurner wirkten entschlossener, ihre Serie nicht abreissen zu lassen und legten gleich zu Beginn los wie die Feuerwehr.

Ein Ass von Chevallier sorgte für die erste deutliche Führung beim technischen Timeout und die Gäste zeigten auch danach keine Anstalten, vom Gas zu gehen. Insbesondere das Risiko am Aufschlag der Niederämter machte sich bezahlt, wurde die gegnerische Offensive dadurch schon im Ansatz zum Erliegen gebracht. Dadurch hatte die gut instruierte Schönenwerder Defensive ein leichtes Spiel und kontrollierte das Geschehen am Netz über weite Strecken.

Nach dem verdienten Satzgewinn war es eben diese bisher makellose Serviceleistung, welche bei den Gästen zum Sorgenkind wurde. Nach anfänglicher Führung der Niederämter ermöglichten mehrere direkte Fehler den strauchelnden Welschschweizern die Rückkehr in die Partie.

Fortan hielt sich Lausanne hartnäckig an den Fersen von Schönenwerd, ehe der Este Kollo sowie kurz darauf Spanier Rocamora mit starken Blocks für die Entscheidung im zweiten Satz besorgt waren.

Lausanne gleicht aus

Nach dem Seitenwechsel war dann zum ersten Mal die Lausanner am Drücker, welche von Beginn an mit mehreren Punkten in Führung gingen. Während sich bei Schönenwerd immer mehr Ungenauigkeiten einschlichen, gelang es Lausanne mit wenig Risiko mehr Druck auf den Gegner zu erzeugen.

Massgeblich daran beteiligt war der serbische Angreifer Brzakovic, der zwischenzeitlich für Topscorer Bozic ins Spiel gekommen war und mit wuchtigen Aufschlägen sein Team zum Satzgewinn führte. Auf Schönenwerder Seite hoffte man sich schnellstmöglich von diesem Taucher zu erholen, doch Lausanne schien nun Blut geleckt zu haben.

Speziell in der Verteidigung zeigten diese nun grossen Kampfgeist und stellten die Solothurner Offensive Mal für Mal vor vehemente Probleme. Obwohl es noch zur Halbzeit nach einer klaren Partie für Schönenwerd ausgesehen hatte, musste man den geduldigen Welschschweizern verdientermassen auch den vierten Satz zugestehen.

Solothurner mit mehr Biss

Den ersten Vorteil im Entscheidungssatz konnte sich Schönenwerd dank Blockspieler Hofstede erspielen, welcher zuerst in der Defense, sowie kurz darauf im Abschluss glänzte. Schönenwerd zeigte Biss, strebte unaufhaltsam dem Satzgewinn entgegen und konnte am Ende ein Spiel auf Messers Schneide für sich entscheiden.

Während Lausannes Siegesserie damit ein Ende fand, zeigen sich die Niederämter weiterhin in einer überzeugenden Form und treffen nun am Samstag auf Näfels. Zuletzt musste man gegen die Glarner das bittere Cup-Out verdauen und hat nun im zweitletzten Spiel der Qualifikation die Gelegenheit, sich dafür zu revanchieren.

Telegramm

Lausanne UC - Volley Schönenwerd 2:3

Dorigny, Lausanne. – 300 Zuschauer. – SR: Nellen/Stanisic

Satzresultate: 17:25 (32'); 21:25 (24'); 25:19 (27'); 25:20 (25'); 25:20 (19'). Total: 127 Minuten.

Lausanne UC: Carrel, Sisoev, Tomasetti, Stevanovic,

Zeller, Brzakovic, Kapur, Bozic, Djokic;

Coach: Carrel.

Volley Schönenwerd: Kollo, Hofstede, Guerra, Rocamora,

Chevallier, Hänggi, Frame, Dervisaj, Peterlin, Kesten, Gerber;

Coach: Ristoski.

Bemerkungen:  Schönenwerd ohne Giger (rekonvaleszent)