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Volley Schönenwerd verabschiedet sich mit einem 3:2-Sieg gegen den Tabellenführer Amriswil von der Erlimatthalle

Volley Schönenwerds Captain Leandro Gerber sucht nach der Lücke.

Volley Schönenwerds Captain Leandro Gerber sucht nach der Lücke.

Das zweite Meisterschaftsspiel im neuen Jahr war für Volley Schönenwerd zeitgleich ein sehr spezielles, zumal es das letzte in der Erlimatthalle war. Mit dem Gegner Amriswil stand aber keine einfache Aufgabe auf der Agenda. Jedoch musste der amtierende Meister in geschwächter Formation antreten, da Topscorer Sébastien Steigmeier verletzungsbedingt ausfiel.

Schönenwerd startete sogleich furios in den ersten Durchgang und schenkte den Ostschweizern nichts. So lag der vermeintliche Underdog beim ersten technischen Timeout mit 8:6 in Führung und vermochte diese sogar noch weiter auszubauen, so dass Coach Pavlicevic beim Stand von 11:7 sein erstes Timeout nahm. Doch auch dieses vermochte den spektakulären Start der Niederämter nur kurzweilig zu bremsen.

Schönenwerd profitierte von der hohen Eigenfehlerquote der Ostschweizer, welche auch durch die zweite Auszeit nur gemächlich ins Spiel fanden (18:12). Somit setzten sich die Gastgeber auch in der Money-Time diskussionslos gegen die Gäste durch und gewannen den ersten Satz deutlich mit 25:18.

Trotz einigen Unstimmigkeiten konnte Schönenwerd im nächsten Umgang sogleich an der Höchstform festhalten und setzte die Ostschweizer bis zur zweiten technischen Auszeit weiter unter Zugzwang (16:12). Der amtierende Meister liess die Niederämter vorerst weiter punkten (18:13), behielt jedoch die Nerven und holte vor dem vermeintlichen zweiten Satzverlust vor allem durch Ljubicic und Djokic zum Gegenschlag aus (19:17). Trotz des verletzungsbedingten Wechsels des Diagonalspielers Brühwiler, welcher bereits Steigmeier ersetzen musste, gab Amriswil nicht klein bei und setzte durch ein starkes Blockspiel dem Hoch der Gäste ein Ende (20:20).

Gerber scheiterte zum dritten Mal in Folge an der Amriswiler Mauer, so dass die Gäste die erstmalige Führung übernahmen (20:21). Obwohl die Schönenwerder nochmals zur Gegenwehr durch Hänggi und Rocamora ansetzten (22:23), schlug letzterer den nächsten Ball ins Aus, was den Ostschweizern den ersten Satzball verschaffte. Die Nerven schienen bei den Niederämtern zu flattern, denn der nächste Fehler im Angriff folgte sogleich und schenkte Amriswil den direkten Satzgewinn.

Höhepunkt des Schlagabtausch

Nach dem Gleichstand nahm der Schlagabtausch seinen Höhepunkt an und die beiden Teams lieferten sich ein spektakuläres Spiel auf hohem Niveau. Die Geschehnisse des letzten Durchgangs wiederholten sich und Amriswil erkämpfte sich den dritten Satz mit demselben Resultat (22:25). Doch Schönenwerd holte nochmals alle Reserven hervor und zwang den Meister erneut in die Knie, so dass es zum Entscheidungssatz kam (25:22).

Im entscheidenden Showdown konnte sich Schönenwerd gleich von Beginn her durch zwei Angriffspunkte von Von Burg und Gerber und einem Service-Winner von Rocamora einen zwei Punkte-Vorsprung verschaffen (3:1), worauf Trainer Pavlicevic gleich zur ersten Auszeit griff. Diese vermochte die Niederämter jedoch nicht mehr zu bremsen. Kollo legte sogleich zwei Punkten im Angriff und einem Blockspiel nach, worauf Servicefehler auf beiden Seiten folgten und der Spielstand 8:5 beim Seitenwechsel betrug. Trotz der hohen Eigenfehlerquote von Amriswil, durch welche die Führung auf zehn Punkte erhöht wurde, verkürzte Djokic durch eine wuchtige Anspielserie nochmals auf 10:8.

Doch Schönenwerd bewies Nervenstärke und gab das Zepter nicht mehr aus der Hand. Gerber erkämpfte mit einem Sideout den ersten Matchball für sein Team (14:10), welcher beim zweiten Versuch durch Kollo verwertet wurde (15:11). Volley Schönenwerd gewinnt dadurch nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern konnte sich zum ersten Mal in dieser Saison gegen den Meister Amriswil durchsetzen und damit seine "Erlimattburg" gebührend verabschieden.

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