Headcoach Rainer Vassiljev nutzte die Favoritenrolle von Schönenwerd sogleich für einen Wechsel der Starting Six und gab Yves Roth die Möglichkeit den Startplatz des spanischen Diagonalspielers Daniel Rocamora einzunehmen. Bereits beim Stand von 4:0 nahm der gegnerische Coach Matthias Biesiada eine erste Auszeit, welche jedoch den rasanten Start von Volley Schönenwerd nicht bremsen konnte. Die Klosterdörfer verbuchten bis zum ersten technischen Timeout lediglich einen Punkt.

Eine starke Serviceserie von Roth setzte Einsiedeln zusätzlich unter Druck, so dass beim Stand von 15:7 bereits die zweite Auszeit und ein Passeurwechsel bei den Gästen erfolgten. Schönenwerd leistete sich kurz vor der Money Time einige Fehler, wodurch der Punkteunterschied temporär kleiner wurde (19:14). Doch die Niederämter fingen sich wieder auf und beendeten den ersten Umgang mit einem deutlichen Resultat von 25:16.

Zweiten Satz gedreht

Alles andere als deutlich war der Start in den zweiten Satz. Das gegnerische Team von Biesiada ergriff bis zum ersten technischen Timeout gleich zweimal die Führung, dies vor allem dank dem Topscorer und Captain Malte Stiel. Der Punkteabschlag fand erst zur Satzmitte durch das Aufspielen von Mittelblocker Fabian Plak und Leandro Gerber ein Ende, die ihr Team nun endlich in die klare Führungsposition brachten (17:12).

Kristo Kollo legte sogleich mit einem gezielten Schlag auf die Linie nach, bevor er seinen Platz an den sieben Jahre jüngeren Teamkollegen Irian Mika abgeben musste. Der Zwanzigjährige zeigte sogleich sein Talent und verbuchte seinen ersten Punkt beim Stand von 21:15. Durch das starke Zusammenspiel und dank einigen Fehlern der Gegner geriet das Resultat nicht mehr ins Schwanken und der Durchgang endete mit 25:17 zu Gunsten der Niederämter.

Chance für die jungen Talente

Das starke Aufspielen der Gastgeber ermöglichte Trainer Vassiljev weiteren jungen Spielern Einsatzzeit zu gewähren und neue Aufstellungen auszuprobieren. So kam für Roth Rocamora aufs Spielfeld und Mika startete sogleich von Anfang an in den dritten Durchgang. Letzterer fand immer wieder ein Mittel, um den gegnerischen Block auszuspielen und war massgebend an der klaren Führung bis nach der ersten Satzhälfte (13:8) beteiligt.

Nebst dem eingewechselten Mittelblocker Mischa von Burg (14:9) konnte der 19-jährige Passeur Mathis Jucker sein Debüt in der NLA geben (16:12). Doch auch die Gäste nahmen auf Grund der hohen Fehlerquote einige Wechsel vor, welche die Mannschaft jedoch nicht mehr zurück ins Spiel brachten. So ging auch der letzte Durchgang mit 25:18 und damit drei Punkte an die Niederämter.

Die Aufgabe ist jedoch erst zur Hälfte erledigt. Bereits am Sonntag spielt Volley Schönenwerd erneut vor Heimpublikum gegen Jona, wobei die Devise die gleiche bleibt: drei Punkte sind Pflicht.