Wings for Life World Run
Viktor Röthlin wünscht sich 5000 Teilnehmende für Olten

Einige hundert Läufer haben sich schon registriert für den zweiten «Wings for Life World Run» in Olten. Dass die magische Zahl von 5000 Teilnehmer am 3. Mai 2015 erreicht wird, dafür setzt sich auch die Schweizer Marathon-Legende Viktor Röthlin ein.

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Viktor Röthlin (links in schwarz) mit anderen Läuferinnen und Läufern beim Start zum Wings for Life World Run am 4. Mai 2014 in Olten.

Viktor Röthlin (links in schwarz) mit anderen Läuferinnen und Läufern beim Start zum Wings for Life World Run am 4. Mai 2014 in Olten.

Keystone

«Wenn ich mit dem, was ich am liebsten mache, dazu noch Gutes tun kann, ist das eine enorme Motivation. Und wenn ich mit meiner Teilnahme andere Leute zum Mitmachen begeistern kann, dann ist das umso schöner», erklärt Röthlin. Der 40-Jährige bestreitet keine Wettkämpfe mehr und trainiert deshalb auch wesentlich weniger: «Umso mehr bin ich gespannt, wie weit ich komme, bevor ich vom Catcher Car eingeholt werde!»

Die Veranstalter haben sich nach dem erfolgreichen Debüt für die zweite Austragung viel vorgenommen. Der Rennleiter Corsin Caluori freut sich sehr auf den 2. Wings for Life World Run: «Olten hat sich als ausgezeichneter Gastgeber erwiesen, auch die Infrastruktur ist optimal hier.

Neu auch Kinder und Rollstuhlfahrer am Start

Die Strecke haben wir kompakter ausgelegt, so dass Rücktransporte kürzer sind und die Zuschauer noch mehr vom Rennen haben.» Es wurden zudem neu sechs Kategorien nach Athletentyp geschaffen. Kinder und Rollstuhlfahrer können so 2015 ebenfalls mitmachen und einen wertvollen Beitrag leisten.

Sämtliche Einnahmen kommen der Stiftung «Wings for Life» zugute. Die Stiftung fördert weltweit Projekte im Bereich Rückenmarksforschung. «Wir hoffen, dass 2015 noch mehr Athleten daran teilnehmen werden und wir erneut eine beträchtliche Summe für die Rückenmarksforschung aufbringen können», so Anita Gerhardter, CEO der Stiftung Wings for Life. Im Jahr 2014 konnten mehr als 3 Millionen Euro aufgebracht werden.

Ein globaler Lauf mit exklusivem Modus

Am 3. Mai 2015 werden Tausende an mehr als 35 verschiedenen Orten rund um den Globus in unterschiedlichen Licht- und Wetterverhältnissen absolut zeitgleich starten. Während jene in Taiwan erst um 19.00 Uhr starten, geht’s in Kalifornien um 04.00 Uhr Ortszeit los. Die Teilnehmenden in der Schweiz starten um 13.00 Uhr.

Dreissig Minuten nach dem Start nimmt ein Auto die Verfolgung auf das Feld auf. Das «Catcher Car» steigert dabei in festgelegten Intervallen seine Geschwindigkeit und wird zur fahrenden Ziellinie, erfasst beim Überholen die einzelnen Teilnehmer elektronisch und erreicht schliesslich das Spitzenfeld. Der weltweit letzte verbleibende Läufer wird zum globalen Champion des Wings for Life World Run gekürt.

Knappe Abstände im letzten Jahr

Im Jahr 2014 verblieben nach fünf Stunden Laufzeit lediglich drei Athleten. Knappe 90 Meter trennten am Ende den Sieger in Österreich vom Zweitplatzierten in Peru. Den Lauf in der Schweiz haben im Vorjahr Marco Kaminski (56,51 km) und Daniela Ryf (44,44 km).