Melanie Mathys und Nico Meier gehören zum U23-Team und fahren mit grossen Ambitionen nach Österreich. Auch die Junioren Leano Meier und Robin Häfeli schafften die vom Verband geforderte Selektionslimite und werden das Schweizer Juniorenteam in Murau verstärken.

Nach ihrem Gesamtweltcupsieg vor einigen Wochen reist die Solothurnerin Melanie Mathys mit sehr grossen Erwartungen an die U23-WM. An der letzten U23-WM vor zwei Jahren in Amerika wurde sie U23-Weltmeisterin im Sprint. Die Zielsetzungen für ihre letzte U23-WM Teilnahme sind Podestplätze, aber sicher steht die Verteidigung ihres U23-WM-Titels im Vordergrund.

Um diese Zielsetzungen erreichen zu können, richtete sie ihre Planung nach Abschluss der Weltcuprennen zusammen mit ihrer Solothurner Trainerin Kristin Amstutz konsequent auf die U23-WM aus. Dazu gehörte auch noch ein Trainingslager mit dem Team auf der WM-Strecke anfangs Juli.

Auch Nico Meier hat nach seinem Maturaabschluss jetzt wieder den Kopf frei, um sich auf die WM in Österreich zu fokussieren und hofft, dass der Aufwärtstrend des letzten Weltcuprennens auch an der U23-WM anhalten wird. Beim letzten Weltcuprennen in Augsburg schaffte er nämlich zum ersten Mal den Sprung unter die Top Ten und klassierte sich auf dem achten Rang. Er will entweder im klassischen Rennen oder beim Sprintbewerb unter die besten Fünf an der U23-WM fahren.

Obwohl der sechzehnjährige Robin Häfeli bereits vor einem Jahr an der Junioren-EM am selben Ort teilnehmen konnte, gelten er und sein Solothurner Teamkollege Leano Meier als WM-Neulinge. Bei beiden geht es an der Junioren-WM darum, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und möglichst in die vordere Ranglistenhälfte zu fahren.

Ihr Fokus wird auf den Teamrennen liegen, wo sie zusammen mit ihren Junioren-Nationalmannschaftskollegen die Teambewerbe bestreiten werden. Allerdings müssen sich die jungen Solothurner ihren Teamplatz erkämpfen; von den vier Junioren werden nur die drei schnellsten das Team bilden.

Auch für Melanie Mathys wird das Teamrennen der U23-Damen eine weitere Möglichkeit bieten, eine WM-Medaille zu holen. Die Schweizer Mannschaft verfügt mit Melanie Mathys und ihren beiden Nidwaldner Kolleginnen Hannah Müller und Flavia Zimmermann über ein sehr schnelles Damenteam mit grossen Medaillenchancen. Dies bewiesen sie beim ersten Weltcuprennen auf der Muota (SUI) dieses Jahr. Die drei Schweizerinnen belegten die Ränge eins (Mathys), drei (Müller) und fünf (Zimmermann) und bewiesen damit ihr enormes Potenzial.

Auch die Hauptverantwortliche für die Junioren-/U23-WM ist eine Solothurnerin. Die Oberdörferin Kristin Amstutz ist als Junioren-Nationaltrainerin zusammen mit ihrem Team für die Trainingsplanung, Organisation und Betreuung des Schweizer Teams in Murau verantwortlich. (pd/res)