EHC Olten
Viele Stars zu Ehren von Jim Koleff: Am 4. August steigt im Kleinholz ein spektakuläres Benefizspiel

Vor zehn Jahren verstarb Eishockey-Legende Jim Koleff nach langem Krebsleiden. Deshalb findet am Samstag, 4. August, im Stadion Kleinholz das «Jim-Koleff-Charity-Memorial-Game» statt. Der Erlös des Events kommt der Greenhope Foundation sowie dem Oltner Nachwuchs «EHCO 2000» zugute.

Silvan Hartmann
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Jim Koleff: Die besten Bilder
17 Bilder
Bo und Jim Koleff (r.) haben Spass am Eishockey.
1988 Jim Koleff, Eishockeyspieler beim EHC Bülach, erhält den Schweizerpass
Jim Koleff 1993 als Trainer des SC Bern
1993 Jim Koleff als Trainer des SC Bern
Im Jahr 1998: Jim Koleff, Eishockeytrainer beim HC Lugano, mit seinem Spieler Bill McDougall, der ebenfalls am 4. August in Olten zu Gast sein wird
Jim Koleff gewinnt 1999 den Titel mit dem HC Lugano
1999 Jim Koleff wird mit dem HC Lugano Schweizermeister
2000 Jim Koleff in der Resega mit Spieler Jan Cadieux
2001 Jim Koleff bei seinem ersten Spiel als Headcoach des HC Lugano
2003 Jim Koleff als Headcoach der SCL Tigers
2003 Jim Koleff als Trainer der SCL Tigers
2006 Jim Koleff als Headcoach des Team Canada am Spengler Cup
2008 Fans nehmen an einem Spengler-Cup-Spiel im Dezember 2008 Abschied von Jim Koleff
2008 Ken Lockett, Aktionär des HC Lausanne, nimmt Abschied von Jim Koleff
2008 «Good Bye, Jim» – Spieler des HC Lausanne nehmen Abschied von Jim Koleff
2008 Fans des HC Lausanne nehmen Abschied von Jim Koleff

Jim Koleff: Die besten Bilder

Archiv/Hansruedi Aeschbacher

Der 4. August wird in Olten ein Freudentag sein: Dann findet zu Ehren des vor zehn Jahren verstorbenen Hockeyspielers Jim Koleff im Kleinholz-Stadion das «Jim-Koleff-Charity-Memorial-Game» (Spielbeginn: 18.30 Uhr) statt. In den beiden Teams treten lauter bekannte – ehemalige und aktive – Eishockeyspieler an (siehe Teamaufgebote ganz unten). Und sie spielen für einen guten Zweck: Der Erlös aus dem Event kommt vollumfänglich der Greenhope Foundation sowie dem Oltner Nachwuchs «EHCO 2000» zugute.

Die vergangenen EHCO-Zeiten mit Jim Koleff – sie bleiben im Kleinholz unvergessen: Zwischen 1980 und 1983 begeisterte der Kanadier die EHCO-Zuschauer über drei Saisons von Spiel zu Spiel, nachdem er zuvor bereits zwei NLB-Spielzeiten beim HC Lugano absolvierte.

Wo auch immer Jim Koleff als Spieler oder Trainer in der Schweiz Halt gemacht hatte, hinterliess der beliebte und erfolgreiche Kanadier Freunde. Noch heute ist sein Name im Schweizer Eishockey nicht in Vergessenheit geraten.

Diese Tatsache veranlasste Koleffs Tochter Sandy Grieder-Koleff schliesslich dazu, ein Benefizspiel zu organisieren. Die Idee entstand im vergangenen November rund um den neunten Todestag Jim Koleffs: «Ich fragte zuerst Tom Hedican an, der ein guter Freund meines Vaters war, ob er dabei wäre. Er war sofort begeistert und sicherte seine Unterstützung zu. Er reist extra für dieses Spiel aus Kanada in die Schweiz», erzählt Eventorganisatorin Sandy Grieder-Koleff und ergänzt: «Das war der Startschuss und eine grosse Motivation, etwas auf die Beine zu stellen.»

Jim Koleff gewinnt 1999 den Titel mit dem HC Lugano

Jim Koleff gewinnt 1999 den Titel mit dem HC Lugano

Archiv/Keystone

Schliesslich stellte sie mit Unterstützung von Alessandro Benin eine Liste von Hockeyspielern und Weggefährten zusammen, die mehr als 70 Namen beinhaltete. Daraus entstanden zwei Mannschaften mit insgesamt 35 Spielern sowie je zwei Coaches und Ehrengästen.

«Jim war der coolste Typ der Stadt»

Tom Hedican, der Jim Koleff während gemeinsamen Zeiten in Lugano kennenlernte, erinnert sich gerne zurück: «Jim war der coolste Typ der Stadt. Es ging bei ihm immer darum, hart zu arbeiten, Spass zu haben und jeden mit Respekt zu behandeln – egal, ob man den Boden putzte oder Vereinspräsident war, er behandelte jeden gleich», sagt der Ex-Lugano-Goalietrainer.

Und auch Daniel Steiner zieht den Hut: «Jim gab mir das Gefühl, der grösste Eishockeyspieler der Welt zu sein. Er war so motivierend und einfühlend, das hat kein anderer Coach geschafft. Ich bin mir sicher: Ohne Jims Vertrauen hätte meine Karriere nie einen solchen Schub erhalten», sagt Steiner, der bei den SCL Tigers unter Koleff spielte.

Für immer im Herzen wird Jim Koleff selbstredend auch bei seiner Tochter Sandy Grieder-Koleff, Organisatorin des Events, getragen: «In bester Erinnerung bleiben mir sein ausgesprochen guter Humor. Und er wusste, was er wollte. Er war stets zielstrebig in allen Sachen, die er anpackte», sagt die Ehefrau des heutigen EHCO-Sportchefs Marc Grieder.

Noch heute würde sie Situationen erleben, in welchen sie gerne ihren Vater um seinen Rat gefragt hätte. «Ich denke oft an ihn. Aber ich habe mich mit seinem Tod abfinden können. Er war so lange Zeit krank, dass es für ihn, und auch für uns als Familie einer Erlösung gleichkam, dass er gehen konnte.»

Erst dann, als Jim Koleff landesweit in den Schweizer Stadien verabschiedet wurde und es sogar noch im Kleinholz eine Abdankungsfeier gab, realisierte Sandy Grieder-Koleff wirklich, welch grossen Spass ihr Vater am Eishockeysport hatte.

«Mir wurde erst dann so richtig bewusst, dass dieser Sport meinem Vater so viel gegeben hat. Der Eishockeysport ist wie eine grosse Familie», sagt sie.

Jim Koleff 1993 als Trainer des SC Bern

Jim Koleff 1993 als Trainer des SC Bern

Archiv/Keystone

Duell zwischen Vater und Sohn

Die beiden Mannschaften «Team Koleff Canada» und «Team Koleff Switzerland» sollen denn auch Jim Koleffs Verbundenheit zu den beiden Eishockey-Ländern symbolisieren. Besonders gespannt sein darf man als EHCO-Fan auch auf das Duell zwischen Colin Muller und seinem Sohn Devin. «Wir werden in diesem Spiel eine Nebenrolle einnehmen, aber ich freue mich riesig auf das Spiel. Wir standen oft zusammen auf dem Eis, haben aber noch nie gegeneinander gespielt. Er hat schon gemeint, dass ich froh sein könne, dass er nicht 20 Jahre jünger wäre, sonst würde ich alt aussehen», sagt EHCO-Stürmer Devin Muller und lacht: «Natürlich habe ich dann dagegengehalten.»

Im Jahr 1998: Jim Koleff, Eishockeytrainer beim HC Lugano, mit seinem Spieler Bill McDougall, der ebenfalls am 4. August in Olten zu Gast sein wird

Im Jahr 1998: Jim Koleff, Eishockeytrainer beim HC Lugano, mit seinem Spieler Bill McDougall, der ebenfalls am 4. August in Olten zu Gast sein wird

Archiv/Keystone

Vertreten wird auch die HC-Lugano-Mannschaft aus dem Jahr 1999 sein, mit der Koleff als Trainer den Meistertitel feiern konnte: Goalie Cristobal Huet sowie die Feldspieler Gian-Marco Crameri, Jean-Jacques Aeschlimann oder Mark Astley, der ebenfalls aus Kanada anreisen wird, werden im Kleinholz auflaufen.

Für Spannung wird also gesorgt sein – und Sandy Grieder-Koleff ist sich sicher: «Mein Vater wird an diesem Tag lachen.» Gewiss: Ein Freudentag im Stadion Kleinholz mit viel Spektakel.

Gewinnspiel: In welchem Jahr wechselte Jim Koleff als Spieler zum EHC Olten? (Schreiben Sie die Lösung ins entsprechende Feld)

Das Aufgebot: Team Koleff Canada

Cristobal Huet G / 1977

Ronnie Rüeger G / 1973

Federico Lardi V / 1985

Patrick Sutter V / 1970

Nicolas Bernasconi V / 1984

Luca Zanatta V / 1991

Mark Astley V / 1969

Olivier Schäublin V / 1978

Marco Rigoni S / 1981

André Rötheli S / 1970

JJ Aeschlimann S / 1967

Simon Moser S / 1989

Trevor Meier S / 1973

Colin Muller S / 1963

Raffaele Sannitz S / 1983

Marc Grieder S / 1984

Thomas Rüfenacht S / 1985

Corey Ruhnke S / 1985

Tom Hedican Coach

Alessandro Benin Coach

Das Aufgebot: Team Koleff Switzerland

Michael Tobler G / 1985

Benjamin Chavaillaz V /1989

Roland Rüedi V / 1965

Richi Stucki V / 1970

Gian-Marco Crameri V / 1972

Jörg Reber V / 1974

Joel Fröhlicher V / 1982

Silvan Lüssy S / 1980

Kevin Lötscher S / 1988

Alain Mieville S / 1985

Daniel Steiner S / 1977

Reto Suri S / 1989

Marc Kämpf S / 1990

Antonio Rizzello S / 1985

Devin Muller S / 1992

Loic Burkhalter S / 1980

Cyrill Aeschlimann S / 1983

Doug Honegger Coach

Misko Antisin Coach

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