Eishockey 1. Liga

Viele Fans erwünscht: Für den EHC Zuchwil Regio stehen vier Heimspiele an

Fabian Steiner stelllt seine Mannschaft in den Vordergrund.

Fabian Steiner stelllt seine Mannschaft in den Vordergrund.

Er ist der Topskorer seiner Mannschaft. Vor dem persönlichen Erfolg steht für Fabian Steiner (26) indes der Einzug mit dem EHC Zuchwil Regio in die Playoffs. Jetzt stehen Heimspiele an.

Gegen Leader Brandis reihte sich für einmal auch Fabian Steiner nicht unter den Torschützen des EHC Zuchwil Regio ein. So konnte auch der 26-jährige Bieler mit NLB-Vergangenheit beim EHCB und  Ajoie nicht verhindern, dass  die Solothurner gegen die Emmentaler letztlich  mit 2:6 untergingen.

Und dies, obwohl die Gäste eine prima Start erwischten und in der fünften Minute durch Röthlsiberger das 1:0 erzielten. Der Gruppenfavorit antwortete darauf mit einem Doppelschlag, der Zuchwil heftig auf den Magen schlug. Blaser und Seematter nutzten innerhalb von 52 Sekunden zwei Überzahlsituationen und brachten Brandis so 2:1 in Führung. «Danach gerieten wir vollends aus dem Tritt», so Steiner.

Nach dem neuerlichen Ausgleich durch Messerli fiel die Entscheidung  schliesslich im Mitteldrittel. Steiners Namensvetter auf der gegnerischen Seite und  Kohler innerhalb von 75 Sekunden, und kurz danach erneut Blaser im Powerplay, schnürten den Sack zu. Drei Tore innerhalb von 166 Sekunden zum 5:2 für Brandis - das war des Üblen zu viel für Zuchwil.

1,33 Punkte pro Match

Zurück zu Fabian Steiner: Der Personalberater, der am  Donnerstag seinen 27. Geburtstag feiert, ist seit 2010 für die EHC Zuchwil tätig und derzeit der Topskorer seines Ensembles. «Es läuft ganz gut bisher», so Steiner.

Das liege allerdings auch seinen Kollegen, mit denen er in der gleichen Linie stürme. Mit Manuel Zigeril etwa spielte er früher schon bei den Junioren in Biel zusammen: «Wir verstehen und blind.»  Derlei könne seine Linie immer wieder einmal den Unterschied ausmachen. Auch wenn dies gegen Brandis zuletzt nicht gelungen sei. Seinen glänzenden Schnitt von 1,33 Skorerpunkten pro Match möchte  Steiner natürlich nach Hause, beziehungweise durch die Saison, bringen.

Indes: «Es nützt gar nichts, wenn ich pro Match drei Tore erziele und wir die Playoffs nicht erreichen.» Der Mannschafts-Erfolg steht für ihn daher klar über dem persönlichen. Selbstverständlich aber darf es so für ihn weiter gehen... 9 Tore und 11 Assists hat Fabian Steiner bis dato zum guten Zweck, sprich Erfolg seiner Mannschaft, beigesteuert. Nach 18 von 30 Runden belegt «Zuchu» so den sechsten Rang und ist auf Playoff-Kurs. Freilich ist der Vorsprung auf das just unter dem Strich klassierte Unterseen-Interlaken mit neun Punkten nicht monumental.

Vier Heimspiele in Serie

Der Spielplan will es, dass «Zuchu» nun viermal in Folge daheim antreten darf. Eine Heimserie, die man natürlich in Form von möglichsten vielen Punkten ausnutzen will. So vielen, dass das Kapitel Playoff danach möglichst zum Guten abgehakt ist. «Der Heimvorteil ist relativ», räumt Steiner ein. Wichtiger «ist eine stimmungsvolle Kulisse.» Allein, diesbezüglich gehört das Solothurner Publikum bis dato leider nicht zu den Liga-Stars. Aber wer weiss? Vielleicht ändert sich das ja  am Samstag, wenn Wiki-Münsingen im Sportzentrum gastiert. Ein Gegner, den die Zuchwiler so gern sehen, wie einen lichterloh brennenden Tannenbaum kurz vor dem Fondue Chinoise an Heiligabend. 

In der jüngsten Vergangenheit zog Zuchwil gegen Wiki zig Mal den Kürzeren, so unter anderem zwei Mal im Playoff-Viertelfinal und einem im Playoff-Final. Das Hinspiel in dieser Saison haben die Aaretaler gleich mit 7:2 gewonnen. Immer dabei, bei diesen Teils bitteren Pleiten gegen die Berner, war Fabian Steiner. «Ich würde nicht sagen, dass wir einen Wiki-Komplex haben; aber einmal in Rückstand liegend wird es sehr schwer, gegen diese Mannschaft das Blatt noch zu wenden.» in der Tat: Seit vielen Jahren ist die Auszeichnung der «goldene Terrier» für die bissigste Mannschaft der Zentralschweizer 1.Liga-Gruppe für den EHC Wiki-Münsingen reserviert. Wiki und Kampf sind Synonyme. Steiner ortet hinsichtilch dem Match am Samstag (18.15 Uhr) indes eine Chance: «In dieser Saison müssen wir um jeden Punkt kämpfen. Es gibt keine Gratisgänge mehr für uns, wie das vielleicht früher ab und zu noch der Fall  war.» Insofern sei man programmiert darauf,  was da am Samstag an Biss aus dem Aaretal  anrolle.    

Nach Wiki gastieren am Mittwoch die Argovia Stars (20.15), am übernächsten Samstag Burgdorf  (18.15) und am übernächsten Mittwoch der SC Unterseen-Interlaken (20.15) im heimischen Sportzentrum.  Mindestens punkto Erholung beziehungsweise Stress vor und nach dem Match ist ein Heimspiel in jedem Fall auch für Zuchwil Regio ein Vorteil.

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