Bereits auf der Hinreise war man sich einig beim TVS: Diesmal wollte man die Rückreise auf keinen Fall wieder als Verlierer antreten. «Wir erinnerten uns an vor drei Jahren, als wir Lugano auswärts zweimal mit 3:2 bezwingen konnten», meinte Annahme-Spieler Florian Lier nach der Partie.

Vielleicht machte genau diese Überzeugung am Ende den Unterschied zugunsten der Gäste aus. Denn es war eine äusserst enge Angelegenheit, welche erst in der Verlängerung des fünften Satzes entschieden wurde. Der TVS agierte zwar nicht unbedingt besser als noch im Hinspiel, welches man zu Hause mit 2:3 verloren hatte, und doch reichte es diesmal zum Sieg gegen den souveränen NLA-Leader und Champions-League-Teilnehmer.

Die Schönenwerder starteten gut ins Spiel und hatten das bessere Ende oft auf ihrer Seite und holten sich den ersten Durchgang mit 25:23. Dann drehte Lugano in Satz zwei jedoch auf und kam über den Service ins Spiel. Der TVS führte mit 5:1, lag jedoch, durch eine Service-Serie von Lugano-Passeur Sanders, plötzlich mit 7:12 im Hintertreffen. Den Gästen gelang es nicht mehr, das Spiel sauber aufzuziehen – und prompt war der Satz weg.

Anderes Bild im dritten Umgang: Die Gäste lagen, vor allem dank der Punkte von Jan Schnider und Leandro Gerber, stets leicht in Front. Im 4. Satz kippte die Partie dann wieder auf die Seite der Gastgeber. So musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Es brauchte in dieser Phase einen punktestarken Jan Schnider und ein Ass von Gerber zum 19:18, ehe Schnider den letzten Ball des gegnerischen Diagonalangreifers zum 20:18 blockte.