fc solothurn
Viel Leidenschaft, aber wenig Fussball

Die Erstligisten des FC Solothurn erkämpfen sich bei den Old Boys Basel ein 0:0. FCS-Hüter Pablo Molina hielt dabei seinen fünften Elfmeter in dieser Saison.

Dieter Engels
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Augen zu und durch – FCS-Akteur Tim Schütz (rot) gegen Jeraj. Zinke

Augen zu und durch – FCS-Akteur Tim Schütz (rot) gegen Jeraj. Zinke

Solothurner Zeitung

FC-Solothurn-Trainer Roland Hasler bemühte sich in seiner Spielanalyse kurz nach dem Schlusspfiff einiger Floskeln: «Das war ein typisches Startspiel. Keiner wollte mit einer Niederlage in die Rückrunde starten.» Dass sich angesichts solcher Aussagen und dem torlosen Spielausgang auf der Basler Schützenmatte kein Spektakel zugetragen hat, liegt auf der Hand.

In der Tat gab es für die wenigen Zuschauer (nur 164, trotz Gratiseintritt) selten Grund, eine gelungene Aktion der beiden Mannschaften mit Applaus zu belohnen. Meist spielte sich das Geschehen im hart umkämpften, neutralen Mittelfeld ab.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durften die mitgereisten Solothurner Fans aber kräftig klatschen, während die Anhänger der Gastgeber fassungslos ihre Hände über dem Kopf zusammenschlugen. Was war passiert: Der 16-jährige Basler Eren Kisa brachte Patrick Streule im Strafraum regelwidrig zu Fall. Der Old-Boys-Stürmer trat gleich selber zum Elfmeter an – und scheiterte mit seinem Versuch an Pablo Molina.

Der Spanier blieb lange stehen und verunsicherte Streule dadurch dermassen, dass dieser weder genug Wucht noch Präzision in seinen Schuss brachte, um den Solothurner Torhüter zu bezwingen. Molina blieb damit bereits zum fünften Mal in dieser Saison Sieger im Duell mit einem Elfmeterschützen. Ein wahrer Penaltykiller.

Offensives Steigerungspotenzial

Erwähnenswert sind auch die Paraden, mit der er einen Freistoss von Samet Gündüz auf dem Weg ins Lattenkreuz entschärfte. Und die blitzschnelle Reaktion auf einen Kopfball von Basil Gygax aus kürzester Distanz nach dem anschliessenden Eckball. Das alles in der 65. Minute.

Die Solothurner zeigten sich defensiv äusserst aggressiv und hartnäckig. Aus dem Spiel heraus ergaben sich für die Platzherren kaum Torchancen. Selber trat das Team von Roland Hasler aber auch kaum in Erscheinung. Einzig Juan Munoz durfte sich zwei gefährliche Torschüsse notieren lassen, die jeweils nur knapp am OB-Tor vorbeiflogen (55./77.). Das torlose Remis in einer wenig unterhaltsamen Partie darf unter dem Strich als gerecht bezeichnet werden.

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