Fussball
Viel Aufwand und wenig Ertrag

Trotz drückender Überlegenheit ergatterte sich Langenthal beim 1:1-Remis gegen Allschwil nur einen Punkt. Während 90 Minuten haben sich die Solothurner beherzt aufgeopfert und ein klares Chancenplus herausgespielt.

Micha Herzig
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Langenthals David Pallas (links) im Kampf um den Ball. Bieri

Langenthals David Pallas (links) im Kampf um den Ball. Bieri

Solothurner Zeitung

Am Ende resultierte aufgrund der mangelnden Effizienz trotzdem nur ein 1:1. Es handelt sich damit um die ersten Punktverluste der Oberaargauer, nachdem sie die ersten drei Partien allesamt in bestechender Manier für sich entscheiden konnten. «Ausser der fehlenden Kaltblütigkeit, kann der Mannschaft kein Vorwurf gemacht werden, sie ist mit einer tadellosen Einstellung auf den Platz gegangen und hat eine sehr engagierte Darbietung abgeliefert», meinte FCL-Trainer Willy Neuenschwander.

Erstes Tor von Thomas Bigler

In der Tat überzeugten seine Schützlinge von Beginn an. In der 17. Minute erspielten sie sich die erste hochkarätige Möglichkeit. Nach einem Aussetzer des gegnerischen Torhüters scheiterte Marcel Hügli zuerst am Pfosten, ehe er im Nachschuss das Leder über die Torumrandung drosch. Mit dieser Chance läutete der FCL eine erste Druckphase ein, in der David Lanz (21.) und Tolga Oezdemir (23.) nicht weit vom Torerfolg entfernt blieben. Entgegen dem Spielverlauf ging Allschwil kurze Zeit später nach einem Eckball in Führung, weil die Einheimischen den Ball nicht aus der Gefahrenzone zu spedieren vermochten. Die Langenthaler stellten ihre intakte Moral anschliessend jedoch eindrücklich unter Beweis. Sie liessen die Köpfe nicht hängen, sondern forcierten sofort wieder den Angriff. In der 32. Minute gelang Neuzuzug Thomas Bigler – nach exzellenter Vorarbeit von Tolga Oezdemir – erster Meisterschaftstreffer im Dress seines neuen Teams.

«Powerplay» nicht genutzt

Nach einem Platzverweis gegen Allschwil (43.) agierten die Platzherren die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl. Sie kamen zu zahlreichen Torchancen, scheiterten aber immer wieder am ausgezeichnet reagierenden Torhüter der Gäste. Vor allem in der 75. Minute zog der FCL ein wahres Powerplay auf und war dem Siegestreffer zweimal äusserst nahe. Weder Thomas Bigler noch Bledar Binaku gelang es den Ball in den Maschen unterzubringen, obwohl sie dies fast im Sekundentakt probierten.