Klingende Namen wie Martina Hingis, Timea Bacsinszky und Stan Wawrinka figurieren auf der Siegerliste des erstmals 1958 ausgetragenen Schützenmatt-Cups. Auch dieses Jahr versuchen am Solothurner Aareufer wieder 200 Junioren, R- und N-Spieler, in die Fussstapfen der ATP- und WTA-Cracks zu treten. Der Preisgeldtopf von 12 000 Franken (N-Tableaus) sorgt wiederum für ein illustres Teilnehmerfeld.

Favorisierte «Genfer Connection»

Neben dem zweifachen Champion und letztjährigen Finalisten Cristian Villagran (32, N1.8) aus Argentinien wird mit Alexander Sadecky (N2.12) auch der amtierende Titelverteidiger auf der Schützenmatt erwartet. Sowohl Villagran – ehemalige Nummer 200 auf der «ATP World Tour» – als auch dem Linkshänder und 193-Zentimeter-Hünen Sadecky gelang heuer das seltene Kunststück, in zehn (von elf) Interclub-Einzelpartien zu reüssieren – und: in Folge zwei höher klassierte Kontrahenten in die Knie zu zwingen.

Zum engen Favoritenkreis auf Gold zählt auch der 29-jährige Top-10-Akteur Roman Vögeli. Brisant: Alle drei sind Stammspieler, und somit Mannschaftskollegen, beim amtierenden Interclub-Schweizer-Meister Cologny. Den «Genfern» die Schützenmatt-Cup-Suppe versalzen könnte mit Martin Vacek (N2.18, TC Solothurn) ausgerechnet ein Lokalmatador; jedoch auch Loic Perret, aus der benachbarten Waadt, und der Südamerikaner Maximiliano Estevez sind zu einem Exploit fähig.

Zu den heissesten Titelaspirantinnen bei den Frauen gehört neben der toskanischen Sandplatzspezialistin und Vorjahressiegerin Corinna Dentoni (N2.15, ehemals WTA-Nr. 132) die gebürtige Tschechin Eva Birnerova (30); 2013 noch in den Diensten des TC Locarno, heimste Birnerova in zwölf Jahren Profikarriere nicht nur drei WTA-Trophäen – allesamt im Doppel –, sondern auch über eine Million Franken an Preisgeldern ein. Hungrig auf die Schützenmatt-Cup-Krone ist nach ihrem Rücktritt vom aktiven Spitzensport auch die zehnfache Fed-Cup-Spielerin Amra Sadikovic (N1.7), welche Anfang Monat noch – zum bereits vierten Mal – mit GC die NLA-Trophäe in die Höhe stemmen konnte.

Das N1-Feld wird komplettiert durch die Russin Ksenia Kirillova, Tadeja Majeric, unter Vertrag bei Locarno, sowie Iryna Brémond, einst WTA-Nummer 93, aus Frankreich. Dentonis Landsfrau und Finalgegnerin 2013, Federica Di Sarra, wird dieses Jahr nicht in die Ambassadorenstadt reisen.