Volleyball
VBC Aeschi erreicht einmal mehr nur das Minimalziel

Die 1. Liga-Volleyballer des VBC Aeschi sichern sich nach einem 3:1-Triumph gegen Ferney-Prévessin den Ligaerhalt. Während der Meisterschaft durchlief Aeschi mehrere Hochs und Tiefs, weshalb das Halten der Klasse als Trostpreis betrachtet wird.

Olivier Winistörfer
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Aeschi hat den Ligaerhalt praktisch gesichert. Winistörfer

Aeschi hat den Ligaerhalt praktisch gesichert. Winistörfer

Es war nicht gerade eine einfache 1.-Liga-Saison für den VBC Aeschi. Dabei fing es so gut an für die Wasserämter: Bei einem Vorbereitungsturnier in Davos konnte das Team von Floh Bauer mit Lunkhofen einen B-Ligisten bezwingen. Man freute sich bereits auf eine starke Saison bei den Solothurnern.

Verpasste Chancen

In der Meisterschaft zeichnete sich jedoch ein anderes Bild ab, wie Aeschis Captain David Scheidegger bilanzieren muss: «Es lief einfach nicht in den ersten Spielen. Wir kamen nicht zu den erhofften Siegen und taten uns dann mental schwer damit umzugehen.» Aeschi rehabilitierte sich zwar wieder und konnte bis zuletzt die Hoffnung auf einen Platz im Mittelfeld am Leben erhalten.

Neuerlich in der entscheidenden Phase reichte das Nervenkostüm der Wasserämter indes nicht aus. «Wir haben im zweitletzten Spiel mit 2:3 verloren und in der letzten Partie drei Satzbälle zum so wichtigen 2:1 ungenutzt verstreichen lassen», erklärt Scheidegger. Diese Nachlässigkeit wurde dann brutal bestraft: Aeschi musste wegen einem Punkt Rückstand auf den siebten Rang wie bereits letzte Saison in die Barrage.

20 Minuten zur Entscheidung

In dieser Barrage konnten die Wasserämter mit einem deutlichen 3:0 in Genf gegen Ferney-Prévessin nun vorlegen. Bereits nach 22 Minuten war alles entschieden: Der VBC Aeschi holte sich den wichtigen ersten Satz mit 25:22. Der Rest der Partie war nun nur noch um die Saison ausklingen zu lassen. Einzig ein Satzgewinn im Rückspiel vor heimischem Publikum trennte den VBC Aeschi damit vom wichtigen Ligaerhalt.

Trotz dem 3:1-Erfolg wollte bei den Solothurnern nicht überschwängliche Feierlaune ausbrechen: «Wir haben mit dem Ligaerhalt das Minimalziel erreicht, hatten uns aber nach der sehr guten Vorbereitung sicher mehr erhofft», erläutert Captain David Scheidegger und sieht sowohl sich als auch die Mannschaft in der Verantwortung: «Wir haben es einfach selber verduselt. Das ist schade, zeigt aber, dass wir als junges Team über viel Potenzial verfügen, wenn wir diese mentalen Schwächen ausmerzen können.»

An sich selber arbeiten

Auch Aeschis Trainer Floh Bauer sieht nicht das Können der eigenen Schützlinge als fundamentales Problem: «Das spielerische Niveau ist gut, aber die Angst scheint oft eine grosse Hürde zu sein», Ausreden lässt Bauer aber nicht gelten: «Die fehlende Erfahrung ist sicher mitunter auch ein Grund, aber wir müssen nun unbedingt an der mentalen Stärke arbeiten, damit wir uns nicht wieder selber ein Bein stellen.»