Fussball 2. Liga
Unkonzentriertheit in der 91. Minute lässt Grenchen Punkte verlieren

Italgrenchen unterliegt zu Hause dem FC Dulliken nach einem späten Eckballtor mit 1:2. Nur eine kleine Unkonzentriertheit nahm den Grenchnern den Punkt weg.

Pius Rüegger
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Italgrenchen - FC Dulliken 4. September 2011
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Alain Kocher (Mitte) im Kampf um den Ball mit den zwei Dullikern Volkan Inler (links) und Samet Isaku
Der Dulliker Daniel Fischer (links) spitzelt den Ball vor Nicolas Chatzigeorgiou weg

Italgrenchen - FC Dulliken 4. September 2011

Marcel Bieri

Die Eckbälle in der ersten Nachspielminute beider Halbzeiten hatten es in sich. Den Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel realisierte Siragusa auf Sortino und den Siegtreffer in der 91. Minute Wernli auf Lopez. «Es ist bitter für Italgrenchen, so zu verlieren, aber wir haben den Sieg nicht gestohlen, denn wir hatten am Schluss wieder die besseren Aktionen», brachte es Dullikens Trainer Suna Cafer auf den Punkt.

Eine Unkonzentriertheit in der 91. Minute brachte Italgrenchen nach einer klaren Leistungssteigerung direkt nach der Pause um einen Punktgewinn. Dulliken bestätigte im dritten Auswärtsspiel in den ersten vier Runden mit dem dritten Sieg auf fremdem Terrain seine Auswärtsstärke. «Man kann nach erst vier Runden nicht sagen, wir seien eine Auswärtsmannschaft», schränkt Suna ein. Der Absteiger aus der 2. Liga interregional dominierte die Startphase. Die Niederämter bestimmten den Rhythmus mit viel Bewegung. Auch punkto Härte gaben sie den Tarif durch, denn der in der 23. Minute ausgewechselte Voglioso verletzte sich bereits im ersten Zweikampf nach 52 Sekunden.

Allerdings brauchten die Gäste in der 28. Minute einen Freistoss, um die erarbeiteten Vorteile in ein Tor umzuwandeln. Der viel Druck erzeugende Gürkan traf aus 18 Metern über die Mauer zum 0:1. «In der ersten Halbzeit waren wir klar besser», sagte Cafer. Dulliken vermochte die angeschlagene Kadenz nicht bis zum Pausenpfiff durchzuhalten. Italgrenchen gelang es, das Geschehen immer mehr in die gegnerische Hälfte zu verlegen. «Die Mannschaft kam nach einem schwachen Beginn zurück und gab alles», analysierte Italgrenchen-Trainer Oscar Tavoletta.

Startfurioso zu Beginn der 2.Hälfte

Der Ausgleichstreffer beflügelte die Einheimischen. Mit einem fulminanten Startfurioso beschäftigten sie bei zunehmendem Regen die Besucher unablässig in der Defensive. Sortino und Fragale verpassten als Erste die Führung in den Minuten 47 und 48. «In der zweiten Halbzeit haben wir fast nur auf ein Tor gespielt», sah es Tavoletta. In der 63. Minute streifte Sortinos Distanzschuss am Pfosten vorbei. Nach einem Dulliker Konter über Lopez traf Gürkan nur den Pfosten (73.). Dies war der Auftakt der Gäste zu einer Schlussoffensive. Zweimal Lopez (83., 86.) und dazwischen Gürkan (84.) vergaben ebenso wie Chatzigeorgiou Sekundenbruchteile vor dem Schlusspfiff. «Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Jetzt müssen wir Geduld haben, herausfinden, woran es lag und aus den Fehlern lernen», bilanzierte Tavoletta. Dulliken beanspruchte für diesen Dreier viel Glück.

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