Unihockey
Unihockeyaner von Olten-Zofingen verlieren den Playout-Auftakt

Unihockey Mittelland bezieht im ersten Spiel der Playouts gegen Uster eine 4:7-Niederlage. Den Mittelländern misslingt zum Playout-Auftakt vor allem das dritte Drittel.

Philipp Indermühle
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UM-Captain Lukas Schneeberger vor Usters Niko Juhola.

UM-Captain Lukas Schneeberger vor Usters Niko Juhola.

Philipp Indermühle

Wir haben nicht mehr so gespielt, wie in den ersten beiden Dritteln», fasste UM-Stürmer Daniel Baumann den letzten Abschnitt zusammen, «Uster wollte im letzten Drittel mehr und hat somit auch gewonnen.» Warum aber die Mittelländer nach der zweiten Pause den Betrieb auf einmal komplett einstellten, bleibt die grosse Frage. Da ging einfach nichts mehr. Während sich Uster im gegnerischen Drittel mal für mal festsetzte, hatte das Heimteam im gesamten Abschnitt keine nennenswerte Torchance.

Dabei hatte es noch so gut begonnen. Nach nur 20 Sekunden durften die Einheimischen schon das erste Tor bejubeln. Lukas Schneeberger hatte seine Farben in Führung gebracht. Ein wichtiger Treffer, der Mittelland Sicherheit verleihen sollte. Oder hätte verleihen sollen. Die Partie wurde im ersten Abschnitt von beiden Teams oft unstrukturiert, manchmal sogar chaotisch geführt. Phasenweise wechselten sich die Fehler und somit der Ballbesitz im Sekundentakt ab. Erstaunlich auch, wie viel Platz sich die Kontrahenten teilweise liessen. So konnte sich Usters Juhola relativ mühelos durchtanken und ausgleichen. Auf der anderen Seite nutzte aber auch das Heimteam den Raum. Etwa beim 3:1, als Manuel Mucha aufs Tor ziehen und den links von ihm postierten Philemon Plüss bedienen konnte. Rund drei Minuten davor hatte derselbe Spieler das 2:1 erzielt. Nach einem Pass vor das Tor von Dominic Mucha brachte Plüss den Stock noch an den Ball und lupfte ihn ins Netz.

Für das erste Tor im Mittelabschnitt sorgten wiederum die Mittelländer – allerdings auf der falschen Seite. Roman Pass wurde unglücklich angeschossen, Goalie Marc Schönbucher war zu überrascht, um noch eingreifen zu können. Danach folgte der einzige Höhepunkt in dieser ansonsten recht zerfahrenen Partie. Ein Ustermer wanderte auf die Strafbank und UM zog ein Powerplay auf, das so manchen Zuschauer mit der Zunge schnalzen liess. Der Dauerdruck hatte zunächst nur einen Pfostenschuss von Dominic Mucha zur Folge, doch das 4:2 fiel verdientermassen doch noch. Ein unglaublicher Spielzug mit direkten Pässen über mehrere Stationen wurde mit dem erfolgreichen Abschluss von Julle Sumén gekrönt. Die Freude wurde aber durch den unmittelbaren Anschluss des Gastes nach einem Freischlag und anschliessendem Weitschuss getrübt. Beim 4:3 blieb es dann bis zur zweiten Pause.

Es folgte das eingangs erwähnte Schlussdrittel. Der Ausgleich und die erstmalige Führung der Zürcher nach einer Direktabnahme aus der Luft entsprachen dem Spielverlauf. Kraft- und lustlos agierte UM und insbesondere die erste Linie. Symptomatisch das 4:6, das mit einem Fehlpass hinter dem gegnerischen Tor eingeleitet wurde. Beim direkten Konter hatte der Ustermer nur noch den Goalie vor sich und entschied die Partie. Und wer doch noch Zweifel am Sieg der Gäste hatte, der schob diese nach einem weiteren Fehler beiseite. Manuel Mucha liess sich als letzter Mann den Ball abnehmen und im 1:1 gegen Schönbucher siegte wiederum der Zürcher.

«Wir werden die Köpfe nicht hängen lassen, die Serie ist noch lang», gab sich Daniel Baumann kämpferisch, «nächsten Sonntag geht es weiter und dann werden wir wieder voll parat sein.» Hoffentlich bis zur letzten Minute.