Champions Cup

Unihockey: Schweizer Teams mit Aussenseiter-Chancen

Ob Wilers Patrick Mendelin, Deny Kaenzig und Adrian Zimmermann (von links) auch am Champions Cup etwas zu jubeln haben, wird sich zeigen.

Ob Wilers Patrick Mendelin, Deny Kaenzig und Adrian Zimmermann (von links) auch am Champions Cup etwas zu jubeln haben, wird sich zeigen.

In der Zürcher Saalsporthalle messen sich von Mittwoch bis Sonntag die besten Unihockey-Teams am Europacup-Finalturnier, dem Champions Cup. Schweizermeister Wiler-Ersigen und die weiteren Schweizer Teams haben dabei nur Aussenseiter-Chancen.

Nach sechs Jahren werden die Europacupsieger der Frauen und der Männer im Unihockey wieder in der Schweiz ermittelt. Mittlerweile nennt sich das Finalturnier Champions Cup und es nehmen pro Geschlecht zum vierten Mal in Folge die Landesmeister der vier Top-Nationen, der Gewinner eines Qualifikationsturniers sowie ein zweites Team aus dem Gastgeberland teil. Dies bedeutet, dass aus der Schweiz nebst Wiler-Ersigen und Piranha Chur auch die beiden Cupsieger der letzten Saison, die gastgebenden Grasshoppers (Männer) und Zug (Frauen), dabei sind.

Vor einem Jahr in Tampere (Fi) gewannen die schwedischen Vertreter Falun bei den Männern und Rönnby Västeras bei den Frauen. Die schwedischen gehören zusammen mit den finnischen Teams auch bei dieser Austragung zu den Favoriten. In den vergangenen drei Jahren stammt von den sechs Siegern nur gerade einer nicht aus Schweden; 2011 gewann bei den Männern der SSV Helsinki.

Gruppenrang 2 ist das Ziel

Für die Schweizer geht es in erster Linie darum, in den Dreiergruppen mindestens den 2. Rang zu schaffen und damit in die Halbfinals einzuziehen. Wiler-Ersigen beginnt am Donnerstag gegen Kronfavorit und Titelverteidiger Falun, am Freitag geht es gegen den Aussenseiter Lekrings Cesis aus Lettland. Champions-Cup-Neuling GC bekommt es am Mittwoch zum Auftakt mit Happee Jyväskylä (Fi) zu tun. Am Freitag wartet Vitkovice Ostrava (Tsch).

Bei optimalem Verlauf winkt den Schweizern gar der Finaleinzug. Wiler missglückte zwar die Hauptprobe in der Meisterschaft, doch das Team gewann beim Vorbereitungsturnier Czech Open in Prag im August gegen Happee und Vitkovice. Die Grasshoppers verpflichteten mit Kim Nilsson einen Ausnahmekönner aus dem schwedischen Weltmeisterteam, der jedes Spiel praktisch im Alleingang entscheiden kann.

Wiler hat zudem gute Erinnerungen an die Saalsporthalle. Vor neun Jahren gewannen die Berner dort als erstes und bisher einziges Schweizer Männerteam den Europacup – wie auch die Red Ants Winterthur. Beim letzten Turnier in der Schweiz 2008 in Winterthur holte Wiler-Ersigen die Silbermedaille nach einer Finalniederlage gegen AIK Stockholm.

Schafft Chur den Sprung in den Halbfinal?

Bei den Frauen hat Piranha Chur gute Aussichten auf den Vorstoss in die Top 4, während selbiger beim neuformierten Zug eine Überraschung wäre. Den Churerinnen würde ein Sieg am Freitag gegen das unbekannte Nauka Sewerodwinsk (Russ) wohl reichen. Schwieriger dürfte es tags zuvor gegen Pro Nurmijärvi (Fi) werden. Zug muss gegen Ostrava und Turnierfavorit Djurgarden Stockholm ran.

Nach der dreitägigen Vorrunde mit jeweils vier Partien pro Spieltag finden am Samstag die Halbfinals und am Sonntag die zwei Finals statt. (si)

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