Dritter Platz
Unihockey Mittelland ist noch nicht ganz bereit

Olten-Zofingen beendet das Heimturnier auf dem dritten Platz. Der Sieg am siebten Mittelland-Cup ging an NLB-Aufsteiger Regio Basel.

Tobias Schalk
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Dominik Rhiner klärt vor Basel-Regio-Akteur Dominik Mendelin (rechts).

Dominik Rhiner klärt vor Basel-Regio-Akteur Dominik Mendelin (rechts).

Tobias Schalk

Basel Regio scheint die Euphorie nach dem Aufstieg in die NLB über die Sommerpause hinweg konserviert zu haben, denn drei Wochen vor Saisonstart machten die Gäste aus dem Leimental den kompetitivsten Eindruck. Eingespielt, technisch beschlagen und mit drei Linien am Start – ein Vorteil, der bei drückender Hitze in der Oltner Giroud-Olma-Halle je länger, je mehr zum Tragen kam – war gegen Basel Regio unter der Regie des ehemaligen Mittelland-Trainers Daniel Moser kein Kraut gewachsen.

Dies bekam auch das Heimteam zu spüren. Im zweiten Gruppenspiel zwar über weite Strecken auf Augenhöhe, waren es die Baselbieter, welche die Tore schossen. Mehrfach war dabei ein Konterangriff das Mittel zum letztlich zu deutlich ausgefallenen 6:2-Sieg nach vierzig Minuten Spielzeit.

Das Derby für sich entschieden

Besser machten es die Mittelländer im Eröffnungsspiel gegen den Erstligisten Deitingen. Nach einigen Startschwierigkeiten rückte UM die Hierarchie im Kanton mit einem 5:1-Sieg zurecht. Wenn auch die Verteidigung des Vorjahrestitels mit je einem Sieg und einer Niederlage nicht mehr möglich war, so lockte mit Langenthal-Aarwangen im Spiel um Platz drei eine Herausforderung auf Augenhöhe.

In regelmässigen Abständen schraubten die beiden Seiten im Gleichschritt das Score in die Höhe und konnten dabei beiderseits defensive Unzulänglichkeiten nicht verbergen. Dafür gab es auch einige sehenswerte Tore zu bestaunen.

Am Ende besass Mittelland mehr Biss und sicherte sich mit dem 9:5-Sieg den dritten Rang. «Mit dem Gezeigten bin ich zufrieden», sagte Renato Wyss, Trainer von Unihockey Mittelland, nach dem Turnier und fügte etwas zähneknirschend an: «Angesichts der Umstände.» Denn das Kollektiv konnte nicht verheimlichen, dass die Vorbereitung nicht nach Wunsch verlaufen war. Zu viele Verletzte und Abwesende trüben das Bild. «Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen», erklärte denn auch Wyss.

Insbesondere in der Verteidigung gelte es, besser zu arbeiten und Automatismen zu erlernen, umschrieb er die Aufgaben für die kommenden Wochen. Lobende Worte fand Wyss für die neuen Kräfte, welche sich gut eingefügt hätten.

Basel Regio seinerseits marschierte auch im Final unentwegt und bodigte den Erstligisten Herzogenbuchsee mit 7:0. Im Spiel um Platz fünf wies NLB-Neuling Verbano das starke Kollektiv von Deitingen erst nach Penaltyschiessen in die Schranken.

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