54:17 stand auf der Matchuhr, als es laut wurde in der Arena. Die Zuschauer im Sportzentrum Zuchwil erhoben sich, die SVWE-Spieler rannten aufs Feld und gratulierten dem Torschützen. Nicht des Tores zum 11:5 wegen, sondern weil im Playoff-Viertelfinal gegen Uster mit diesem Treffer Geschichte geschrieben wurde: Matthias Hofbauer erzielte seinen 1000. Skorerpunkt, eine historische und legendäre Marke.

Die Geschichte des Spiels rückte damit natürlich weitgehend in den Hintergrund. Nur vier Tage nach dem eindrücklichen 11:6-Cuperfolg hatte die Playoff-Partie zwar viele statistische Parallelen. Matthias Hofbauer skorte wieder vierfach, Daniel Johnsson bewies seine Skorerqualitäten erneut, auch Youngster Jan Bürki war wieder unter den Torschützen und die dritte Linie konnte im Schlussdrittel wiederum Erfolgserlebnisse feiern. Auch das Resultat war am Ende beinahe das gleiche und die Differenz schaffte Wiler-Ersigen auch diesmal im Mitteldrittel.

Führung kontinuierlich ausgebaut

Ansonsten jedoch hatte die Partie nicht viel gemeinsam mit dem fulminanten und dominanten Cupauftritt. Typisch für ein Wochentags-Spiel war man nach dem fahrigen Startdrittel geneigt zu sagen. Die Anspannung fehlte spürbar, das Balltempo auch, die Blockarbeit war kein Vergleich zum Samstag und so sah selbst Goalie Nicolas Wolf nach einem 3:3 im Startabschnitt für einmal eher unglücklich aus. Bis zur Spielmitte passierte auch im zweiten Abschnitt nicht viel, ehe die Gäste aus Uster im ersten Überzahlspiel den Führungstreffer verpassten, wodurch aber das Heimteam endlich geweckt wurde.

Zwei Minuten und zwei Tore später sorgten ein Doppelschlag und eine Tempoverschärfung (während fünf Minuten stellte der SVWE auf zwei Linien um) innerhalb von neun Sekunden für die Vorentscheidung.

Danach baute der Titelverteidiger und Favorit Wiler-Ersigen die Führung kontinuierlich aus. Uster bietet sich nun mit zwei Heimspielen in Serie (wegen der Hallenprobleme Usters willigte der SVWE für einen Abtausch ein) die Gelegenheit, die erste Playoff-Teilnahme auszuschlachten. Der Meister sollte gewarnt sein. So pomadige Spielphasen wie im ersten Drittel können auch Mal ins Auge gehen.