1. Liga
Ungefährderter 2:0-Sieg des FC Solothurn gegen ein harmloses Sursee

Der FC Solothurn holt sich beim 2:0-Erfolg über Sursee den zweiten Saisonsieg. Karaboga und Veronica erzielten die Treffer gegen die bescheidenen Zentralschweizer.

Pius Rüegger
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Volkan Karaboga kommt vor Sursees Samel Huber zum Schuss.
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Adrian Fleury (links) beschäftigt zwei Surseer Verteidiger.
Solothurns Volkan Karaboga, Torschütze gegen Sursee.
Der Solothurner Berkay Sülüngöz gewinnt den Zweikampf gegen Sursees Pascal Ehrler.

Volkan Karaboga kommt vor Sursees Samel Huber zum Schuss.

Solothurner Zeitung

Im Gegensatz zum YB-Spiel vor einer Woche waren diesmal die Solothurner mental bereit: „Unser Ziel war es, die ersten drei Punkte zu Hause zu holen, nachdem wir zweimal gut spielten, trotzdem verloren und deshalb Druck vorhanden war“, analysiert FCS-Trainer Aziz Sayilir. Gefährlich wurden die Luzerner nur zweimal.

In der 34. Minute entschärfte Jeffrey Grosjean einen Freistoss nach einem Handspiel seines Zwillingsbruders Waylon und nach Wiederanpfiff verhinderte der Solothurner Schlussmann einen erfolgreichen Gäste-Blitzstart. Er lenkte Hevzis Schuss über die Latte in Corner.

Karabogas erster Treffer

Anders die Platzherren. Hunziker prüfte bereits in der fünften Minute Peterhans mit einem Flachschuss. Fleury doppelte in der Zwölften nach. Die Einheimischen übernahmen dank flexiblem Positionsspiel die Spielkontrolle. Allerdings litten vorerst Spielverständnis und Zusammenspiel. Insbesondere Mertoglu merkte man an, dass er nach seinem Muskelfaserriss noch auf der Formsuche ist.

Der 23-Jährige stand aber am Ursprung des Führungstreffers. Sein Schuss in der 25. Minute liess Peterhans nach vorne abprallen. Der Ball kam zurück und er bediente seinen Sturmpartner Karaboga – 1:0. „Wir haben das Spiel von A bis Z in der Hand gehabt und konnten sowohl Rhythmus wie Taktik gut variieren“, sagt Sayilir.

Den Zentralschweizern gelang es nicht, die koordinierte Defensive der Ambassadoren zu überwinden. Zu Möglichkeiten kamen sie nur nach Ballverlusten der Gastgeber. Spannend verliefen der Schluss der ersten Hälfte. Mertoglu (Eckball 40.), Sülüngöz (Kopfball 41.) und Veronica (weggeboxt 42.) scheiterten ebenso wie im Gegenzug Zimmerli (Eckball 43.) und Dätwyler (Kopfball nach diesem Eckball 43.).

Veronicas Diagonalschuss zum 2:0

Nach dem Warnschuss nach Wiederbeginn liessen die Solothurner nichts mehr zu. Ihren Anspruch, mit einem zweiten Tor das Spiel definitiv zu entscheiden, erfüllten sie in der 67. Minute. Fleury passte nach links aussen – eigentlich auf Karaboga. Doch der Ex-Langenthaler erkannte seine Offsideposition und blieb stehen. Derweil preschte von hinten Veronica heran, übernahm, umspielte Zimmerli und schloss herrlich verlagernd ins weitere hohe Eck zum 2:0 ab. „Wir konnten unser Potenzial ausschöpfen, wobei ich erstmals überlegen musste, wie ich anfangen will, denn ich habe jetzt 15 gleichwertige Spieler im Kader“, erklärt Sayilir. Den Abschluss bildete Kohlers Pfostenschuss nach einer vierteiligen Ballstafette (95.).