Solothurner Cup

Underdog Zuchwil schrammt knapp an der Überraschung vorbei

Die aufmüpfigen Zuchwiler mit Bujar Mehmeti setzten Trimbachs Goalie Flury immer wieder unter Druck.

Die aufmüpfigen Zuchwiler mit Bujar Mehmeti setzten Trimbachs Goalie Flury immer wieder unter Druck.

Der 4.-Ligist Zuchwil verliert im Solothurner Cup gegen den 2.-Ligisten Trimbach nur hauchdünn mit 1:2. Vor allem am Anfang erspielte sich der Aussenseiter diverse Chancen zur frühen Führung.

«Wir können heute nur verlieren», sagte Trimbachs Trainer Werner Ulrich vor dem Match, «ich habe Zuchwil beobachtet, das ist eine ganz gute Mannschaft. Ich bin überzeugt, dass Zuchwil in der 4. Liga Langendorf noch überholen und aufsteigen wird.»

Dass Zuchwil etwas kann, hat es schon mit den Siegen gegen Fulenbach und Biberist bewiesen. Keine falsche Bescheidenheit deshalb bei Trainer Adis Kesedzic: «Wir sind parat, ich glaube, auch heute liegt etwas drin.»

Zuchwil drängt auf Führung

Und tatsächlich: Die ersten guten Chancen erspielte sich Zuchwil. Zunächst liess Trimbachs junger Goalie Jonas Flury den Ball unerwartet fallen, aber der Zuchwiler Stürmer Ferhat Demiroglou machte nichts aus dem Geschenk. Wenig später zog Oguzan Baladin alleine auf Flury, zeigte aber ebenfalls nerven und skorte nicht.

Nach einer Viertelstunde bekam Trimbach das Spiel besser in den Griff. Dank der etwas feineren Technik konnte die läuferische Einsatzbereitschaft des unterklassigen Teams ausgeglichen werden. Dadurch verflachte der Match. Der 2.-Ligist war optisch zwar leicht überlegen, aber die grösste Chance bot sich wieder dem 4.-Ligisten. Der Schuss von Nenad Svjetlica, in der 65. Minute vom Penaltypunkt aus abgegeben, blieb an einem der vielen Verteidigerbeine hängen.

Der Favorit geht in Führung

In der 72. Minute zeigte Trimbachs Topskorer Ali Sahin Ozan, dass er ein begnadeter Opportunist ist, indem er von einem Missverständnis in der Zuchwiler Hintermannschaft profitierte und den Leader der Solothurner 2. Liga in Führung schoss. Ein ärgerliches Tor für Zuchwil, aber der Underdog konnte reagieren. Nur wenig später zog Kristijan Kristic auf und davon und überwand Goalie Flury mit einen herrlichen Heber zum 1:1.

Der Cupmatch wurde zu einem offenen Schlagabtausch, bis es im Zuchwiler Strafraum lichterloh brannte. Nach mehreren Schüssen war der Ball wieder drin: Claudio Rüedi schoss den Favoriten wieder in Front. Das war die Entscheidung. Zuchwil fehlte in den Schlussminuten im Mittelfeld die Qualität, die nötig gewesen wäre, um Trimbach nochmals gefährden zu können. Fast etwas schade, denn am 29. Mai wird auf dem Sportplatz Widi der grosse Cupfinaltag durchgeführt.

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