Es war ein intensives, spannendes, unterhaltsames und abwechslungsreiches Spiel, das sich der EHC Zuchwil Regio und Wiki-Münsingen im Rahmen des ersten Playoff-Viertelfinals (Best of 5) lieferten. Dargeboten von zwei Mannschaften, die sich nichts schenken, die Emotionen verbinden und die 1.-Liga-Eishockey auf hohem Niveau spielen. Am Ende behielten die Gastgeber aus dem Aaretal mit 2:1 knapp, allerdings nicht unverdient, die Oberhand.

Leistungsträger steigerungsfähig

Nachdem Walther Wiki in Führung brachte (11.) glich Rohrbach noch vor der ersten Drittelspause aus (16.). Wiki, leidenschaftlich unterstützt von fast 500 Fans in der Sagibachhalle, machte wie gewohnt Druck. Die Gäste, zu Beginn absolut auf Augenhöhe mit dem «ungeliebten» Widersacher, der einen da das Leben in den Playoffs bereits in den letzten beiden Saisons mühselig gemacht hatte, wurden zunehmend die Defensive verbannt.

«Vor allem von unseren Leistungsträgern erwarte ich eindeutig mehr», sagt Zuchwil-Sportchef und Präsident Walter Ulrich. Ein Tor aus dem Nichts, einen genialen Pass oder auch mal ein Goal aus einer halben Chance etwa. Aktionen, die einem Match fix einen anderen Inhalt geben können. Doch dem war diesmal nicht so. Folglich blieb es bei dem einen  Treffer für die Solothurner - und damit lässt sich im Eishockey höchst selten punkten und schon gar nicht gewinnen. Ergo waren es die von Ex-Zuchu-Meister-Trainer Stefan Gerber gecoachten «Dragons», die in der 41. Minute durch Beutler den «Gamewinner» zum 2:1 buchten. 

Am Dienstag folgt Spiel 2

Schon am Dienstag folgt im Sportzentrum Zuchwil Spiel 2 (20.15 Uhr). Nicht nur bei Präsident Ullrich, sondern auch bei Coach Reinhard und in der Mannschaft des EHC Zuchwil Regio lebt die Überzeugung, dass in der Serie noch längst nicht aller Tage Abend ist. «Nein, absolut nicht. Wir sind definitiv an Wiki dran und haben sie in dieser Saison ja auch schon zwei Mal deutlich besiegt», so Ulrich. Dem ist nicht zu widersprechen; selbst wenn die Berner nun die letzten drei Begegnungen immer mit einem - aus Zuchwil-Sicht neckisch-ärgerlichen Treffer, sprich einmal sogar erst nach Penaltyschiessen – gewinnen konnten. Ein Sieg Zuchwils am Dienstag freilich kann den Final dieser Playoff-«Story» mächtig beeinflussen.