Nach der Wiederaufnahme des Uhrencups im Sommer 2016, haben sich die Organisatoren entschieden, das traditionsreichste Fussballvorbereitungsturnier Europas auch dieses Jahr wieder durchzuführen. Mit dem BSC Young Boys und Neuchâtel Xamax FCS werden zwischen dem 8. und 15.Juli zwei Schweizer Teams mit grosser Vergangenheit gegen zwei internationale Topteams antreten.

Turnierveranstalter Simon Laager zeigt sich in einer Medienmitteilung erfreut über die Kontinuität: «Wir sind glücklich, dass uns YB und die Sponsoren die Treue zeigen und freuen uns auf die 53. Austragung dieses Traditionsturnieres.» Xamax habe mit der Neuenburger Nähe zur Uhrenindustrie eine enge Beziehung zum Uhrencup und sei stets ein gern gesehener Gast gewesen. Weiter erklärt Laager, dass die letztjährige Formel mit zwei Austragungsorten beibehalten werden soll: «Die Kombination von Grenchen und Biel hat sich als sehr vorteilhaft bewiesen.»

Sascha Ruefer zieht weiter Fäden

Wie viele Spiele in welchem Stadion durchgeführt werden ist noch nicht definiert. Laager: «Dies hängt auch von den teilnehmenden Teams aus dem Ausland ab. Aktuell liegt uns eine mündliche Zusage eines Landesmeisters und aktuellen Champions-League-Teilnehmer vor.»

Bekannt ist auch das Datum, die vier Spiele des 53. Uhrencups werden zwischen dem 8. Und 15. Juli in Grenchen und Biel stattfinden. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Events sind die Veranstalter auf freiwillige Helfer angewiesen. Auf die Frage, ob Sascha Ruefer im OK immer noch dabei sei, beantwortet Laager mit ja. Ihm werde eine aktive Rolle zuteil.

Mitte Juli 2016 wurde der Uhrencup nach zweijährigem Unterbruch zum ersten Mal wieder in voller Länge ausgetragen. Unter anderem dank der neuartigen Kombination von Biel und Grenchen als Austragungsorte wurde diese 52. Ausgabe des Traditionsturniers, welches Teil des UNESCO Welterbes ist, zu einem Erfolg.

Insgesamt rund 15 000 Besucherinnen und Besucher erlebten das von Galatasaray Istanbul gewonnene Turnier in den Stadien mit, zusätzlich wurden die vier Spiel in elf Länder übertragen.

Dass der Uhrencup auch dieses Jahr wieder stattfinden kann, ist vor allem der Unterstützung der Hauptsponsoren Erdgas (vertreten durch die Gasverbund Mittelland AG) und SportXX (Migros) zu verdanken. Auf Grund der hohen Sicherheitsaufwände sowie den Ausgaben für die Stadionmiete und den steigenden Teamkosten, könne mit den Einnahmen aus dem Ticketing nur ein Teil des Budgets gedeckt werden, schreiben die Veranstalter.

Mit dem BSC Young Boys konnte ein nationales Spitzenteam aus der Region verpflichtet werden, welches sich als Stammgast am Uhrencup beweist. Für YB-Sportchef Christoph Spycher, selber mehrmals als Spieler am Traditionsturnier dabei, macht die Teilnahme sportlich Sinn: «Dank dem Uhrencup können wir rund eine Woche vor Meisterschaftsbeginn zwei Spiele unter Wettkampfbedingungen gegen europäische Topteams bestreiten», wird Spycher in der Mitteilung der Veranstalter zitiert.

Neuchâtel Xamax kommt zurück

Als zweites Schweizer Team wird Neuchâtel Xamax darum kämpfen, den Uhrencup-Pokal wieder in die Romandie zu bringen. Die Neuenburger konnten das Turnier 1972 und 1977 gewinnen, bei ihrer letzten Teilnahme im Jahr 2000 belegten sie unter dem damaligen Trainer Alain Geiger hinter YB den zweiten Schlussrang. Inzwischen spielt Xamax nach dem Konkurs unter Bulat Tschagajew im Januar 2012 und dem damit verbunden Zwangsabstieg in die 2. Liga interregional wieder in der Challenge League und hat Ambitionen, 2018 wieder in die höchste nationale Spielklasse aufzusteigen. (om/at.)

Freiwillige Helfer können sich unter www.uhrencup.ch einschreiben.