EHC Olten
Ueli Huber entwickelt sich beim EHC Olten langsam, aber sicher zum Leistungsträger

Oltens Powerflügel Ueli Huber nimmt im Team von Coach Mansi eine immer wichtigere Rolle ein. Eine weitere Möglichkeit, sein Können unter Beweis zu stellen, erhält er am Dienstag, wenn die Powermäuse um 20.00 Uhr zuhause auf Hockey Thurgau treffen.

Marcel Kuchta
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Auf gutem Weg: Ueli Huber hat sich in der Hierarchie nach oben gespielt. Hier ist er erfolgreicher Torschütze.

Auf gutem Weg: Ueli Huber hat sich in der Hierarchie nach oben gespielt. Hier ist er erfolgreicher Torschütze.

André Grossenbacher

EHC-Olten-Trainer Maurizio Mansi wurde in letzter Zeit nicht müde, die fehlende Zweikampfstärke seiner Spieler zu kritisieren. Es ist in der Tat verblüffend, wie oft die Oltner im Duell Mann gegen Mann auf dem Eis den Kürzeren ziehen. Umso mehr fällt es auf, wenn sich einer der Cracks im grünweissen Dress im Infight um den Puck regelmässig behauptet. Wenn es passiert, dann ist der Hauptdarsteller derzeit oft derselbe: Ueli Huber.

Der 21-jährige Flügelstürmer hat sich zuletzt als extrem belebendes Element im mitunter träg wirkenden Oltner Ensemble erwiesen. Am Sonntag wurde er bei der unglücklichen 4:6-Niederlage bei Leader La Chaux-de-Fonds verdientermassen als bester Spieler des EHC Olten ausgezeichnet. Ja, er fiel derart auf, dass sich sogar einheimische Journalisten danach erkundigten, wer denn «dieser Huber» sei.

Vom EVZ gekommen

Ja wer ist dieser Mann, der einigen der alteingesessenen Oltner Spieler den Meister zeigt? Ueli Huber kam letztes Jahr als Try-out-Spieler, als Spieler, der sich für einen Vertrag empfehlen muss, von den Elite-Junioren des EV Zug zum EHCO. Der Luzerner ass unter dem letztjährigen Trainerduo Leime/Stecher entsprechend hartes Brot: «Mal spielte ich, dann wieder nicht. Egal, ob ich vorher gut oder schlecht war», erinnert er sich an die schwierige erste Saison im Kleinholz.

Unter Maurizio Mansi wurden die Karten neu gemischt. Huber, inzwischen mit einem regulären Vertrag ausgestattet, hat sich in der Hierarchie stetig nach oben gearbeitet. Er spielt regelmässig, was ihm bei seiner Entwicklung am meisten geholfen hat: «Man kann noch so viel trainieren: Aber Matchpraxis ist immer noch am wertvollsten», unterstreicht er. Jetzt spielt er an der Seite von Remo Hirt und von Justin Feser.

«Mit zwei so erfahrenen Leuten zusammenzuspielen, ist sicher extrem hilfreich», sagt Huber, der sich auf seinen aktuellen Höhenflug allerdings nicht zu viel einbilden mag. «Es kann manchmal sehr schnell gehen im Eishockey. Mal gelingt dir zwei Wochen lang fast alles, dann hat man zwei Wochen lang wieder extrem Mühe», gibt er sich betont vorsichtig.

«Gute Hände, stark am Puck»

Gegen weitere Hubersche Höhenflüge nichts einzuwenden hätte mit Sicherheit Maurizio Mansi. Der EHCO-Trainer hat von Ueli Huber erwartet, dass er in dieser Saison «den nächsten Schritt» macht – und wurde bisher nicht enttäuscht.

Mansi schätzt an Huber dessen Fähigkeit, den Körper effektiv einzusetzen. «Er hat gute Hände und ist sehr stark am Puck, kann ihn gut abschirmen. In dieser Beziehung hat er gegenüber einigen Spielern in unserer Mannschaft einen Vorteil.» Mansi hofft nun, dass Huber Leistungen wie am Sonntag auf konstanter Basis bringt. Ueli, der Kämpfer wird versuchen, seinen Trainer nicht zu enttäuschen.

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