Eishockey 1. Liga
Überzeugende Zuchwiler sind nach zwei Runden schon Tabellenführer

Erstligist EHC Zuchwil Regio siegt im ersten Heimspiel gegen Wiki-Münsingen 7:3. Obwohl die Gäste dem Druck lange standhielten, waren die Solothurner im Schlussdrittel klar überlegen. Sie führen damit nach zwei Runden bereits die Tabellenspitze an.

Stefan Siegrist
Drucken
Teilen
Zuchwil bezwing Wiki-Münsingen mit 7:3
5 Bilder
Zuchwils Christian Reber (in Weiss) trifft gegen Wiki gleich zweimal.
Zuchwil Bruno Blatter bezwingt Wiki-Goalie Kevin Geissbuehler (l.).
Zuchwil Regio (in Weiss) bezwingt Wiki-Münsingen mit 7:3.
Zuchwils Head Coach Yuri Vozhakov gibt seinem Team die nötigen Anweisungen

Zuchwil bezwing Wiki-Münsingen mit 7:3

Marcel Bieri

Gleich in der zweiten Runde kam es für den EHC Zuchwil Regio zur Affiche gegen Ex-Trainer Stefan Gerber. Dieser wurde in der vergangenen Saison vor der letzten Partie von Präsident Walter Ulrich freigestellt und hatte damals bereits bei Wiki unterschrieben.

In Zuchwil hat sich über den Sommer einiges getan, die Schraube wurde angezogen. «Die Trainings sind schon härter und unser System ist ganz anders. Wir müssen sehr viel Schlittschuhlaufen, es ähnelt dem Spiel, welches Del Curto in Davos fordert», erklärte Von Dach. Nach dem Auftakterfolg über den letztjährigen Hauptrivalen Burgdorf wollten sich die Solothurner nun auch zu Hause erstmals im neuen Anzug bestens präsentieren.

Spiel ging vorerst nicht auf

Doch mit diesem Vorsatz haperte es im Startabschnitt gewaltig. Zuchwil wollte nicht richtig auf Touren kommen, man schien mit der ruppigen Art Wikis nicht zurechtzukommen. Fazit von Walter Ulrich zum ersten Drittel: «Wir hatten Mühe, unser schnelles Spiel ging nicht auf.» Nach der ersten Pause kam sogleich der Hammerschlag, in Überzahl schoss Beutler die Gäste in Front. Doch genau dieser Gegentreffer war für die Zuchwiler wie eine Initialzündung, fortan lief die Maschinerie einwandfrei. Die beiden Neuzuzüge Blatter und Gfeller drehten den Rückstand in einen Vorsprung.

Schnelligkeit im zweiten Drittel ausgenutzt

Im Anschluss hätten die Gastgeber davonziehen müssen, taten dies aber nicht. Stattdessen kam völlig überraschend der Ausgleichstreffer durch Pascal Marolf zustande. Und für die Berner kam es noch besser, sie durften zum Ende des Mittelabschnittes noch in Überzahl agieren. Aber die Gäste konnten dies nicht ausnutzen, im Gegenteil: Reber markierte im Alleingang das 3:2 für Zuchwil. Ulrichs Pausenresümee: «Das zweite Drittel war sehr gut, wir haben unsere Schnelligkeit ausgenutzt.»

Schonungslose Dampfwalze

Die Entscheidung musste wie so oft in hart umkämpften Duellen mit Wiki-Münsingen im Schlussabschnitt fallen. Die bereits zuvor optisch stärkeren Zuchwiler waren jetzt auch effizient. Zwischen dem Start und der 46. Minute skorte das Heimteam dreimal und lag nun souverän mit 6:2 vorne. Die Dampfwalze war schonungslos über Wiki gefahren. Schnörkellos, schnell und einfach schien Zuchwil sein Programm abzuspulen. Gefallen fand der neue russische Trainer an den läuferischen Fähigkeiten seiner Farben, Kopfschütteln lösten wohl eher die Überzahlsituationen aus.

Gelungener erster Heimauftritt

Den Schlusspunkt setzte Captain Pistolato zum 7:3. Ein durchaus gelungener erster Heimauftritt für die Zuchwiler Ausgabe Saison 2013/
2014. Der Frust auf der Wiki-Seite hingegen war sehr gross, mehrere Akteure zertrümmerten ihr Spielgerät nach der Schlusssirene. «Wenn wir unsere Schnelligkeit umsetzen, haben wir die Nase vorne. Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wir konnten unsere Strafen reduzieren und machten die Treffer, wenn auch erst im letzten Drittel», so Zuchwil-Präsident Ulrich nach der Begegnung. Mit dem zweiten Erfolg stehen die Zuchwiler bereits an der Tabellenspitze. Am kommenden Samstag geht es für Zuchwil Regio nach Aarau zu den Argovia Stars.

Aktuelle Nachrichten