Tennis
Überraschungserfolg und Favoritensieg am Silvester Cup

Mit Corina Jäger hat sich ein neuer Name in die Siegerlisten des Silvester Cups eingetragen. Ein weitaus weniger bekannter als ihre prominenten Vorgängerinnen wie Martina Hingis, Patty Schnyder, Timea Bacsinszky oder Belinda Bencic.

Daniel Monnin
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Impressionen vom Silvester Cup
6 Bilder
Nina Stalder
Mathieu Guenat
Finalistin Alyona Sotnikova
Sarah Lea Amrhein Dagmarsellen
Sarah Frey aus Herzogenbuchsee

Impressionen vom Silvester Cup

Doch die 20-jährige St. Gallerin aus Pfäfers ist immerhin bereits die Nummer 16 der Schweiz, die Nummer 738 der Frauen-Weltrangliste, Mitglied des C-Nationalkaders und trainiert im Nationalen Leistungszentrum in Biel. Jäger, als Nummer 4 gesetzt, musste auf ihrem Weg zum Turniersieg lediglich einen Satz abgeben und schlug im Halbfinal und Final zwei aufgrund ihrer Klassierungen besser eingestufte Spielerinnen: Die 24-jährige Italienerin Corinna Dentoni, zurzeit die Nummer 267 der Weltrangliste sowie im Final die 21-jährige Ukrainerin Alyona Sotnikova (WTA 431).

Lange Verletzungspause

«Ich habe einfach versucht, mein bestes Tennis zu spielen und das ist mir gelungen», analysierte die erfreute Jäger ihre Siege gegen die ausländischen Konkurrentinnen. Sie gewann in Derendingen nicht nur ihr bisher grösstes Preisgeld (1500 Franken), sondern tankte auch viel Selbstvertrauen auf ihrem weiteren Weg als Profi. «Ich war acht Monate lang verletzt, eine komplexe Sache mit Rückenproblemen und einer Hirnerschütterung nach einem Trainingsunfall im Kraftraum und bin erst vor kurzem wieder ins Turnierleben eingestiegen.»

Den Sieg am Silvester Cup bezeichnet sie als ihren bisher grössten Erfolg, «zusammen mit dem Gewinn eines Profi-Turnieres in Heraklion im letzten Herbst.» Auf dieser Stufe - ITF Future Turniere mit einem Preisgeld von 10 000 bis 25 000 Dollars - wolle sie im neuen Jahr wieder angreifen. «Einige Turniere stehen bereits fest», sagt die ehemalige Schweizer Juniorenmeisterin der Kategorien U18 und U16.

Lustenberger logischer Sieger

Bei den Männern wurde der 25-jährige Luzerner Raphael Lustenberger seiner Favoritenrolle gereicht. Er gewann das Turnier damit bereits zum dritten Mal. Lustenberger, die Nummer 9 der Schweiz, gab in vier Spielen lediglich 15 Games ab. Auch der als Nummer 2 gesetzte Genfer Mathieu Guenat konnte den souveränen Lustenberger im Final nicht fordern und verlor klar mit 3:6, 1:6.

Die Vorbereitungen laufen bald an

Turnierleiterin Monica de Lenart zeigte sich nach ihrem 10. Silvester Cup in Alleinverantwortung zufrieden. «Wir hatten mit 257 Spielerinnen und Spieler in und 21 Konkurrenzen zwar etwas weniger Teilnehmer als in den letzten beiden Jahren. Aber die Qualität der Spiele, vor allem in den obersten Turnierkategorien, war durchwegs hoch.» Nach dreiwöchiger Erholungszeit fernab der Heimat beginnt für die 43-Jährige bereits die Organisation des nächsten Silvester Cups vom kommenden Dezember .

Die Ranglisten:

Solothurner Zeitung