Handball
TV Solothurn vor Aufstieg: Tor-Prozession im Klosterdorf

Der TV Solothurn stösst das Tor zur NLB weit auf. In Einsiedeln siegte das Team von Matthias Heger hochverdient mit 43:29. Am Mittwoch können die Solothurner alles klar machen.

Daniel Weissenbrunner
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Der TV Solothurn macht einen grossen Schritt in Richtung NLB.

Der TV Solothurn macht einen grossen Schritt in Richtung NLB.

Marcel Bieri

Einsiedeln ist der meistbesuchte Wallfahrtsort der Schweiz und liegt auf dem Jakobsweg. Zeit für einen Pilgerhalt im nahe gelegenen Kloster blieb dem TV Solothurn gestern Abend freilich nicht. Die Mannschaft von Trainer Mathias Heger hatte ihre Prozession in der in die Jahre gekommenen Halle Brühl. Hoffnung auf irgendeine Form der Nächstenliebe durften die Gäste indes nicht erwarten. «Stürmen wir die Bude», lautete die Parole vom Spielertrainer der Einsiedler, Martin Betschart.

Seine Spieler nahmen sich die Aufforderung zu Herzen und setzten ihre Körper leidenschaftlich ein, als gäbe es kein Morgen. «Genau so haben wir es erwartet», sagte Matthias Heger. Ein Abnützungskampf Mann gegen Mann. Wobei die Solothurner die offensichtlich feinere Klinge führten. Sie hielten physisch dagegen und spielten ihre technische Überlegenheit gekonnt aus.

Zur Pause war die Partie noch nicht entschieden, die Weichen aber deutlich auf Sieg der Gäste gestellt. Mit einer Fünftore-Führung gingen die Solothurner in den zweiten Umgang. Anstatt zu verwalten, hielt die Mannschaft den Rhythmus danach hoch und veranstaltete ein Schützenfest.

Alle Spieler trafen

Überragender Akteur war einmal mehr Tim Weber. Nach seinen zehn Treffern gegen Fides St. Gallen legte er gegen Einsiedeln zwölf Treffer nach. «Die Tore sind wichtig, aber natürlich nicht nur meine.» In der Tat reihten sich sämtliche Spieler unter die Torschützen.

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel befinden sich die Solothurner in einer formidablen Ausgangslage. Mit einem Erfolg am Samstag gegen West HBC könnte der Aufstieg nächsten Mittwoch bereits Tatsache werden. Trotzdem warnt Tim Weber. «Wir müssen den Fokus behalten und nicht locker lassen.»

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