Handball
TV Solothurn: Es gibt den Aufstieg oder den grossen Kater

Handball Will der TV Solothurn in die NLB aufsteigen, benötigt er heute in Wädenswil mindestens einen Zähler,um nicht auf fremde Hilfeangewiesen zu sein.

Daniel Weissenbrunner
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Respekt, aber keine Angst bei Solothurn.

Respekt, aber keine Angst bei Solothurn.

Marcel Bieri

Eigentlich verrückt: Da zieht der TV Solothurn in der 1. Liga einsam seine Kreise, dominiert die Qualifikation nach Belieben und gewinnt die ersten drei Finalrundenpartien auf überzeugende Art und trotzdem müssen die Rotweissen heute um den Aufstieg zittern. Gegen Pilatus hätte am Mittwoch ein Unentschieden gereicht, um die Rückkehr in die Nationalliga B zu feiern. Doch die Mannschaft bestand den Test beziehungsweise die Nervenprobe nicht. Fünfzehn desolate Minuten am Ende der ersten Halbzeit leiteten das 25:31 gegen die Innerschweizer ein. Eine Niederlage, die unter Umständen weitreichende Folgen haben könnte. Vor der abschliessenden Runde ist es an der Spitze zum grossen Zusammenschluss gekommen (siehe Box). Vier Mannschaften dürfen sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Neben den Solothurnern, Pilatus, West HBC und die SG Wädenswil. Der Spielplan will es so, dass es heute zu den Direktbegegnungen zwischen diesen vier Teams kommt.

Der TV Solothurn steigt auf ...

... wenn die Mannschaft in Wädenswil gewinnt, oder unentschieden spielt.

... wenn er verliert und Pilatus gegen West HBC ebenfalls unterliegt.

Die letzte Runde: Wädenswil - Solothurn, Pilatus - West HBC, Fides St. Gallen - Einsiedeln (alle 17.30). – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Solothurn 6 (+25). 2. Pilatus 6 (+20).
3. Wädenswil 6 (+4). 4. West HBC 4 (+9). 5. Einsiedeln 4 (–21). 6. Fides St. Gallen 0 (–37).

Respekt, aber keine Angst

«Wir haben sicher keine Angst, aber Respekt», sagt Solothurn-Trainer Matthias Heger vor der Fahrt ans linke Zürichseeufer. An ein mögliches Scheitern will er keine Gedanken verschwenden. «Die Niederlage gegen Pilatus ist verarbeitet.» Den Grund für die Leistung haben Heger und seine Spieler schnell ausgemacht. «Wir waren zu stark gehemmt und haben uns von der Kulisse beeinflussen lassen.» Nur: Der Rahmen in der Glärnisch-Halle wird heute ähnlich sein. Für die «Finalissima» wird ein Grossaufmarsch erwartet. Heger macht sich deswegen keine Sorgen. «Meinen Spielern ist bisher der gleiche Fehler nicht zweimal passiert.»

Wädenswil darf, Solothurn muss

Dennoch, auf die Solothurner wartet eine unbequeme Aufgabe. Nicht zuletzt deshalb, weil die Wädenswiler den Aufstieg nicht auf ihrer Rechnung hatten. «Wir dürfen, Solothurn muss», lautet die Parole der Zürcher. Zum anderen pflegt die Mannschaft von Trainer Remo Herbst einen unberechenbaren Stil, basierend auf einer starken Offensive. Ihr stärkster Spieler ist Christian Gürber, ein Akteur mit ausreichend NLB-Erfahrung.

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