Unihockey

TSV Unihockey Deitingen Trainer Matthias Roth: «Wir können noch viel mehr»

Deitingens Goalie Keven Glanzmann im Qualispiel gegen das Team Aarau.

Deitingens Goalie Keven Glanzmann im Qualispiel gegen das Team Aarau.

Obwohl es gegen den souveränen Qualisieger Konolfingen geht, will der TSV Unihockey Deitingen in ersten Playoff-Runde nicht nur mitspielen, sondern gewinnen.

Deitingen beendete die Qualifikation in der 1. Liga auf dem achten Platz. Der Trainer beschreibt die erste Phase der Meisterschaft als «durchzogen».

Am Anfang sei nicht allen Spielern bewusst gewesen, was es braucht, um in dieser Liga ein Wörtchen mitzureden. «Zudem hatten wir in der Vorrunde viele Verletzte und Abwesende», ergänzt Matthias Roth. Die Rückrunde sei deutlich besser verlaufen, der 32-Jährige stellt aber klar: «Wir können noch viel mehr.»

Acht Punkte Vorsprung 

Mit dem achten Quali-Schlussrang kann Roth gut leben. Der Vorsprung auf das Team Aarau auf dem ersten Nicht-Playoff-Platz beträgt acht Punkte. «Die Playoffs waren das Hauptziel», sagt er, «ich habe nie daran gezweifelt, dass wir diese erreichen.»

Eine bessere Klassierung verspielten die Deitinger in den Spielen gegen die auf dem Papier schlechter eingestuften Kontrahenten. Roth sagt aber sowieso: «Ob du die Quali als Fünfter, Sechster, Siebter oder Achter beendest, spielt keine Rolle. Du hast in den Playoffs eh kein Heimrecht.»

Noch kein Sieg gegen Lions Konolfingen in dieser Saison

Deitingen trifft in der Viertelfinal-Serie, die am Samstag beginnt, auf Qualifikationssieger Lions Konolfingen. Die Berner sammelten in den 22 bisherigen Spielen 58 Punkte, Deitingen nur deren 26, und sind deshalb die haushohen Favoriten. Roth relativiert allerdings: «Es ist eine spannende Affiche.

In den letzten Saisons haben wir immer mindestens ein Spiel gegen sie gewonnen.» Dieses Jahr noch nicht. Das erste Duell ging mit 8:2 deutlich an die Lions. «Das Heimspiel haben wir selber vergeigt», blickt Roth auf das zweite Aufeinandertreffen zurück. 

Dieses verlief bis kurz vor Schluss ausgeglichen und Deitingen kam zu einem späten Powerplay. Doch statt den Game-Winner zu realisieren, kassierte Deitingen einen Shorthander und eine ärgerliche 6:7-Niederlage.

Kein Druck 

Trotzdem ist Matthias Roth überzeugt: «Sie wollen nicht gegen uns spielen, wir aber unbedingt gegen sie. Wir haben keinen Druck, schliesslich treten wir gegen den souveränen Qualisieger an. Doch wir kennen die Vergangenheit und wissen, was wir können und auch was sie können. Konolfingen ist der Favorit, aber es ist alles möglich.

Und wir wollen nicht einfach nur mitspielen, sondern gewinnen.» Er beklagt weder verletzte noch verhinderte Spieler, kann kadermässig aus den Vollen schöpfen. Spiel eins der Best-of-3-Serie ist am Samstagabend in Konolfingen, am Sonntag um 18 Uhr kommt Deitingen zu seinem Heimspiel. Das allfällige dritte Duell ist auf den 24. Februar angesetzt.

Unihockey Mittelland, der zweite Solothurner Erstligist, schloss die Qualifikation auf dem fünften Platz ab und bekommt es im Viertelfinal mit den Bern Capitals zu tun. Insbesondere für UM-Trainer Björn Karlen wird es eine spezielle Affiche gegen den Ex-Klub.

Geht es nach Co-Präsident Tobias Schalk, soll dies auch der grosse Vorteil der Mittelländer sein: «Er kennt den Gegner bestens und wird sicher die richtige Taktik finden.»

Selbstvertrauen getankt 

Grundsätzlich könne in dieser Serie alles passieren, wägt Schalk ab. Aufgrund der grösseren Erfahrung und der hochkarätigen Spieler sieht er die Hauptstädter zwar in der Favoritenrolle, merkt aber an: «Wir haben im Verlauf der Saison eine gute Entwicklung durchgemacht. Und der Sieg am letzten Samstag brachte uns viel Selbstvertrauen und viel Moral für diese Serie.»

Im Playoff-Test am Samstag bezwangen die Mittelländer die Capitals mit 8:7. Die Viertelfinal-Serie startet bereits morgen Freitag in Bern. Am Sonntag empfängt UM die Berner um 16 Uhr zum zweiten Spiel in der Oltner Giroud-Olma-Halle.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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