Eigentlich wollte die Mannschaft von Stefan Gerber die letzte Qualifikationspartie gegen Wiki gewinnen, denn «es ist besser mit einem Sieg das Jahr abzuschliessen». Die Solothurner haben jedoch das Spiel knapp verloren. (Artikel rechts) Gerber ist deswegen nicht am Boden zerstört und er genoss zusammen mit der Mannschaft die anschliessende Weihnachtsfeier.

Gerber schaut zurück

Er weiss, woran es gelegen hat. «Nur gerade die ersten 18 Minuten spielten wir unsere spielerischen Qualitäten aus.» Danach liess sich sein Team zu viel auf den Kampf mit dem Gegner ein. Zuchwils Stärke liegt mehr im technischen Bereich. Die Mannschaft kann ein horrendes Tempo gehen, mit einer hohen Passgenauigkeit. Fräsen in den offensiven Wahnsinn, dabei vernachlässigt sie oftmals die Defensive. «Wir müssen schauen, dass wir da die Balance noch besser finden».

Gerber weiss aber auch, dass dies nicht einfach ist und in den Trainings nicht einfach einstudiert werden kann. «Da muss jeder für sich, an sich selber arbeiten». Da ist Vorausschauen und Denken enorm wichtig. Im Spiel passiert vieles in Sekundenbruchteilen. Die sind manchmal entscheidend über Sieg oder Niederlage. Das Können im technischen Bereich verleitet die Spieler aber auch dazu, manchmal einen Pass zuviel einzustreuen. «Meine Vorgaben sind da klar. Zwei, drei Pässe und dann bereits der Schuss aufs Tor».

Dann müssen die Spieler eben am richtigen Ort stehen und auf Abpraller hoffen. Gerber will aber die Mannschaft nicht defensiver einstellen, sondern nur wachsamer machen, damit sie nicht so anfällig auf Konter ist. Im Grossen und Ganzen ist er mit seiner Mannschaft zufrieden. Doch er wäre ein schlechter Trainer, wenn er keine Fehler mehr erkennen könnte.

Trainieren dann Erholen

Spezielle Trainings sind in der Pause nicht angesagt. «Diese Woche trainieren wir ganz normal. Dann in der Altjahrswoche ist aktive Erholung angesagt, in der jeder, nach seinem Plan die Fitness regenerieren kann». Dann geht es am 3. Januar wieder los und am 7. Januar steht dann das erste Masterroundspiel auf dem Programm. Nichts geändert hat sich an der Saisonzielsetzung. «Wir wollen die Meisterschaft auf Platz 1 oder 2 beenden, damit wir bis in den Final Heimvorteil haben». Gerber träumt und hofft diese Saison den Final gewinnen zu können.