Bereits im ersten Punktespiel 2018 am Samstag wird dem FC Solothurn als ungeschlagenem Leader der 1. Liga durch den ersten Verfolger Buochs ab 17 Uhr auf den Zahn gefühlt. Wohl liegen die Nidwaldner elf Punkte zurück, weisen aber auch erst eine Niederlage auf – das 1:3 gegen den FC Solothurn aus dem Hinspiel. Diese Ausgangslage wird für die Innerschweizer Motivation genug sein, ihren Gast gehörig zu fordern.

«Unsere Gegner werden es uns nicht einfach machen», warnt Solothurns Sportchef Hans-Peter «Bidu» Zaugg. Der Tabellenführer ist sich bewusst, dass es kein Selbstläufer wird. «Ehrlich und realistisch gesehen, hätte das eine oder andere Spiel in der Vorrunde auch anders ausgehen können, denn wir haben nicht alle Gegner an die Wand gespielt», hält der Sportchef fest.

Zaugg ist sich bewusst, dass es nicht ganz einfach wird, diese Vorrunde zu bestätigen. «Wir müssen Wochenende für Wochenende auf dem Platz zeigen, was in uns steckt», ergänzt er. Das Ziel bleibt: die Aufstiegsspiele. «Wenn wir uns nicht ganz dumm anstellen, sollten wir diese erreichen», sieht es Zaugg.

Trainingslager auf Gran Canaria

Ein wichtiges Element in der Vorbereitung von Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak war das Trainingslager vom 9. bis 16. Februar auf Gran Canaria. «Speziell daran war, dass sämtliche Kaderspieler plus aus dem CCJL-A-Nachwuchsteam Gianluca Moser und Philippe Gerspacher dabei sein konnten», stellt Zaugg fest. Neu im Team ist Robin Müller.

Der 19-jährige Innenverteidiger kehrte von der U21-Equipe der Berner Young Boys zurück, zu deren U18 er 2016/17 aus dem FCS-Nachwuchs gewechselt hatte. «Wir haben ihn im Blick auf die nächste Saison zurückgeholt, weil wir ihm Zeit geben wollen, wobei Einsätze in der Rückrunde nicht ausgeschlossen sind», erläutert Zaugg.

Trainiert wurde auf der kanarischen Insel bei idealen Bedingungen in Dreier-Blocks. Am ersten Tag wurde zweimal trainiert. Am zweiten einmal, der Nachmittag diente der Erholung. «Wir wollten nicht übertreiben, denn die Spieler sind sich diese hohe Intensität nicht gewohnt», erklärt der Sportchef. Zum Programm gehörten auch zwei Tests gegen Schweizer Klubs.

Gegen den Zürcher 2.-Liga-inter-Klub Rüti schaute ein 3:2 heraus und gegen den Basler Drittligisten Amicitia Riehen ein 4:0. «Mit diesen beiden Spielen haben wir unser Ziel erreicht, dass jeder mindestens 90 Minuten spielen konnte, wobei gegen Riehen acht Spieler auf dem Feld standen, die noch im Juniorenalter sind», zeigt sich Zaugg erfreut.

Ein 18-Mann-Kader

Dem aktuellen Kader des FC Solothurn gehören 16 Feldspieler und zwei Torhüter an. «Wir haben kein Riesenkader», ist sich der Sportchef der Risiken bei Verletzungen und Sperren bewusst. Einen Wechsel gibt es bei der Position des zweiten Schlussmanns: Joel Russo kehrt ins CCJL-A-Team zurück und für ihn rückt aus der U16 Colin Bähler auf.

Von den Wackelkandidaten bleibt Shpetim Arifi bis Saisonende. Nicht mehr dabei ist Steven Ukoh, obwohl dessen Transfer zum FC Langenthal wegen Reglementsvorschriften scheiterte. «Ein Spieler darf pro Saison für drei Klubs qualifiziert sein, aber nur für zwei spielen. Wir wussten nicht, dass Ukoh bei Köniz Anfang Saison während 25 Minuten in der zweiten Mannschaft gespielt hat», klärt Zaugg auf. Bei Solothurn kam der 26-Jährige in Schötz 26 Minuten und gegen Zug vier Minuten zum Einsatz.

Nebst den Aufstiegsspielen zur Promotion League zählt auch die erste Hauptrunde im Schweizer Cup zu den Zielen des FC Solothurn. In der zweiten Qualifikationsrunde ist am 17. März auswärts die Hürde Bassecourt zu nehmen.

«Wir wissen auch hier, dass es sicher nicht ganz einfach wird. Aber es wäre toll, im Schweizer Cup der kommenden Saison einen attraktiven Gegner aus der Super League im Stadion empfangen zu dürfen», hegt «Bidu» Zaugg Hoffnungen.