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Trotz offensiver Aufstellung: Deitingen ohne Feuer

Die Wasserämter unterliegen in der 2. Liga Härkingen mit 1:3. Deitingen-Trainer Christen ist von der Leistung seiner Mannen alles andere als begeistert.

Hans Peter Schläfli
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Solothurner Zeitung

Deitingen begann mit einer offensiven Aufstellung. Mit drei Stürmern strebten die Wasserämter gegen Härkingen den dritten Sieg in Serie an. Ein hochstehendes Spiel entwickelte sich aber nicht, denn die beiden Teams trafen auf der Grabmatt auf einen gemeinsamen Gegner: Der Boden war sehr glitschig und immer wieder rutschte einer im entscheidenden Moment aus.

Härkingen fand sich mit den schwierigen Verhältnissen schneller zurecht: Nach einem schönen Angriff setzte in der 22. Minute Andreas Oeggerli nach und erzielte im zweiten Anlauf die Führung für die Gäste. Deitingen konnte sofort reagieren. Mit zwei, drei schnellen Pässen wurde das Mittelfeld überbrückt, Raphael Stalder zog allein auf Goalie Christian Brönnimann und erzielte souverän den Ausgleich. Wenig später wäre das Heimteam sogar fast in Führung gegangen. Härkingens Goalie verhinderte dies aber mit einer absoluten Glanzparade gegen den Schuss von Rony Moll.

Der frühe Ausfall des neuen Mittelfeldregisseurs Felix Hesse (Zerrung) half den Deitingern auch nicht gerade und irgendwie war das Feuer erloschen. Härkingen bekam den Match in den Griff und war fortan die etwas bessere Mannschaft. In der zweiten Hälfte sah man keinen einzigen nennenswerten Angriff der Platzherren. Die Führung der Gäste, erzielt durch Andreas Oeggerli, der mit einem Steilpass zwischen Simon Mühlethaler und Samuel Messer entwischte, war absolut verdient.

Deitingen zeigte keine Reaktion. «Härkingen wollte den Sieg mehr als wir», analysierte FCD-Trainer Roland Christen diese Phase, «bei uns fehlte das Engagement. Nach zwei Siegen glaubten wohl einige, dass es jetzt von alleine so weitergeht. Aber solche Spiele gewinnt man über den Kampf, und da war Härkingen heute stärker.»

Das 3:1 der Gäste, das Dominik Schaller nach sehr schönem Durchspiel über die rechte Seite erzielte, war die logische Folge der Deitinger Passivität. Auch in den Schlussminuten war kein Aufbäumen zu erkennen, und Härkingen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.

«Wir haben eine schwierige Zeit erlebt», erklärte Härkingen-Trainer Salvatore Albanese die schlechte Phase, «ich hoffe, dieser Sieg war die Wende und wir schaffen den Anschluss ans vordere Mittelfeld. Ich musste bisher die Mannschaft in jedem Match umstellen, und so fehlte uns die Stabilität, zu der wir heute glücklicherweise zurückgefunden haben.»

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