Im Jahre 2000 wurde die 2. Liga inter ins Leben gerufen. In der dritten Saison war der FC Subingen erstmals Teilnehmer der neuen Spielklasse. Jetzt sind die Wasserämter nicht immer noch, aber wieder dabei. Nach dem ersten Aufstieg konnte sich der FC Subingen während vier Spielzeiten in der 2. Liga inter halten. Darunter ist auch die Rekordsaison 2002/03 mit 38 Punkten und dem sechsten Schlussrang. Es sollte für den FC Subingen die längste Periode in der höchsten Amateurliga bleiben. Es folgten noch vier weitere Aufstiege, der letzte gelang im vergangenen Juni. Nach den Aufstiegen 2011 und 2015 schafften die Subinger den Ligaerhalt, stiegen jeweils in der zweiten Saison wieder in die 2. Liga ab.

Dieses Jahr feiert der Klub ein kleines Jubiläum: Es ist die insgesamt zehnte Saison in der 2. Liga inter. Der erhoffte Nicht-Abstieg ist nach sieben Meisterschaftsspielen indes in die Ferne gerückt. Nur ein Punkt schaute bislang heraus. Erst fünfmal trafen die Subinger bislang ins Schwarze und kassierten bereits 25 Gegentore, der Negativwert der Liga. Am letzten Wochenende setzte es gegen Moutier eine 1:7-Klatsche ab. Nun geht es für Trainer Dominik Ellenbergers Team darum, bis zum Ende der Vorrunde nicht schon den Anschluss an die rettenden Plätze zu verlieren.

Harmlose Offensive

Es scheint, als sei die 2. Liga inter eine zu grosse Herausforderung für die Subinger. Sind die Wasserämter zu schlecht oder ist die Konkurrenz zu gut? «Es ist wohl ein Mix aus beidem», sagt Trainer Ellenberger. «Wir haben sicher gute Gegner. Der Unterschied von der 2. Liga inter zur Solothurner 2. Liga ist riesig.» Auf der anderen Seite schlummere in seiner Mannschaft noch viel Steigerungspotenzial. «In drei, vier Spielen haben wir gut bis sehr gut gespielt, es fehlten aber die Tore und wir konnten den Sack nicht zumachen.»

Als «Killer-Spiele» bezeichnet er die Duelle gegen Lerchenfeld (1:1) und Prishtina Bern (2:4): «Gegen Lerchenfeld müssten wir von den Chancen her etwa mit 4:1 gewinnen. Gegen Prishtina führten wir mit 1:0 und hätten erhöhen müssen. Doch wir gaben das Spiel aus der Hand.» Trotz der mageren Ausbeute kann er dem bisherigen Verlauf der Saison auch Positives abgewinnen: «Wir sind nicht chancenlos, konnten bis jetzt grösstenteils mithalten und waren fast auf Augenhöhe. Die Gegner haben die Tore geschossen, das war die Differenz.»

Subingen-Trainer Dominik Ellenberger sagt: «Wir sind nicht chancenlos, konnten bis jetzt grösstenteils mithalten und waren fast auf Augenhöhe. Die Gegner haben die Tore geschossen, das war die Differenz.»

  

Stimmung nicht am Boden

Auf dem Affolter war man sich von Anfang an bewusst, dass es eine schwierige Saison wird. Nur ein Punkt aus sieben Spielen ist aber etwas gar wenig. «Wir hätten uns eher erhofft, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt mit sechs, sieben Punkten dastehen», bestätigt Ellenberger. An den angestrebten Ligaerhalt glaubt der 34-Jährige trotzdem. Auch wenn dieser kein Muss ist. «Druck haben wir keinen, wir kämpfen uns einfach von Spiel zu Spiel weiter. Und wir verlieren ja schliesslich auch nicht gerne.» Der Stimmung im Team tat der Fehlstart in die Meisterschaft keinen Abbruch. «Die ist immer noch gleich gut wie im ersten Training, das gilt auch für die Präsenz. Es ziehen immer noch alle mit.» Ellenberger ist bemüht, die Motivation mit Abwechslung in den Trainingseinheiten hochzuhalten. «Wir unternehmen auch viel gemeinsam neben dem Platz. Wandern oder auch mal ein Fondue-Essen.» Gestern besuchte die ganze Mannschaft die HESO.

Ellenberger hofft, dass seiner Elf bald der erste Dreier gelingt und damit der Knoten aufgeht. Das erste Zwischenziel auf dem Weg zum Ligaerhalt lautet nun, bis zur Winterpause in Reichweite der Nicht-Abstiegsplätze zu bleiben. Sechs Spiele bleiben übrig. «Das Programm ist schwierig, aber Tavannes/Tramelan und Timau Basel sind auf jeden Fall auf unserem Level.» Mit einer guten Vorbereitung im Winter, und eventuell gezielten Verstärkungen, sei der Ligaerhalt 2019 zu schaffen. Das Schlusslicht braucht Punkte, Subingens Minusrekord in dieser Beziehung sind übrigens die 13 Zähler in der Saison 2012/13.