Hornussen
Trotz Niederlage: Das Oberhaus bleibt für Oberönz-Niederönz das Fernziel

In der Nationalliga B der Hornusser verliert die HG Oberönz-Niederönz den NLB-Spitzenkampf gegen Gondiswil. Damit müssen die ambitiösen Oberönzer weiter auf den Aufstieg warten.

Armin Leuenberger
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Stefan Aeschlimann, Präsident der HG Oberönz-Niederönz, glaubt weiterhin an die Rückkehr in die NLA. mbg

Stefan Aeschlimann, Präsident der HG Oberönz-Niederönz, glaubt weiterhin an die Rückkehr in die NLA. mbg

Solothurner Zeitung

Das Oberaargauer Derby um die Tabellenspitze in der Gruppe 1 der Nationalliga B stand im Kampf um die Schlagpunkte bis zuletzt auf des Messers Schneide. Weil die Oberönzer aber bereits im ersten Durchgang bei schwierigen Sichtverhältnissen einen Streich nicht abtun konnten, Gondiswil dagegen im Ries fehlerfrei blieb, und überraschend auch um 14 Punkte das bessere Schlagergebnis erzielte, blieben die Gastgeber auf ihrem Punktetotal von 31 Zählern sitzen.

«Ein Nullpunktespiel», bilanzierte ein etwas enttäuschter Spielführer René Lüthi. «Unsere Chancen für den sofortigen Wiederaufstieg bleiben aber weiterhin intakt», sagt er zuversichtlich. Wegen des starken Regens hat man das Spiel eine Stunde später begonnen als vorgesehen. Eine Massnahme, welche sich als richtig erwies, hörte der Regen doch im Verlaufe des Nachmittages auf. Im Schlagen blieben trotzdem gleich mehrere Oberönzer deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dadurch ermöglichten die Gastgeber den Gondiswilern auch nach Schlagpunkten knapp die Nase vorne zu behalten. Nach zehn Runden hat nun Gondiswil mit seinem Erfolg die alleinige Tabellenspitze in der Gruppe 1 der NLB übernommen.

Mannschaft blieb zusammen

Schon bald, nachdem im letzten Sommer der Abstieg aus der NLA festgestanden hatte, war für die Hornusser von Oberönz-Niederönz klar, dass das Ziel für 2011 nur «möglichst schnell wieder aufsteigen», heissen konnte. Die Mannschaft blieb beisammen, und wurde durch die beiden jungen Spieler Daniel Lehmann und Lukas Wirthner aus der B-Mannschaft verstärkt. Dass Oberönz-Niederönz eigentlich in die Nationalliga A gehört, hat es im vergangenen Herbst unmittelbar nach dem Abstieg bewiesen.

Die Oberaargauer liessen sich ob dem Abstieg nicht entmutigen und gewannen innerhalb einer Woche nicht nur das Oberaargauische Verbandsfest sondern auch noch das Interkantonale. Nach der Fusion von Oberönz und Niederönz im Jahre 1998 wurde die Mannschaft ein Jahr danach gleich Schweizer Meister. Schon 2003 sind die Oberönzer einmal abgestiegen, schafften den Wiederaufstieg aber postwendend. Präsident Stefan Aeschlimann ist nach dem samstäglichen Ausrutscher überzeugt: «Wir können den Aufstieg schaffen. Und dies obwohl wir die 14. Runde bereits vorgespielt haben und dort ebenfalls ohne Punkte blieben».

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