Fussball 1. Liga

Trotz Masts Triplette ist Goalie Bähler der Matchwinner: Der FC Solothurn glänzt beim 3:1 gegen Zug 94

Überzeugt mit seinen drei Toren gegen Zug 94: Emmanuel Mast.

Nach drei sieglosen Spielen mit nur einem Punkt gegen Luzern II kehrte Solothurn mit dem 3:1 in Zug auf die Erfolgsstrasse zurück. Einerseits glänzte Mast als Dreifach-Torschütze, anderseits überzeugte Torhüter Bähler mit wachem Reflex. Der 17-Jährige verhinderte sichere Zuger Tore.

 «Für mich war Bähler mit seiner Top-Leistung, Präsenz und Sicherheit der Matchwinner», lobt ihn sein Trainer Jürg Widmer. Diese Merkmale sind der Ausdruck der klaren Vorgabe, mit der der Teamchef seine Mannschaft einstimmte: «Heute stellen wir die Weiche, ob wir uns künftig auf der linken oder rechten Seite der Teletext-Rangliste finden.»

Taktisch und organisatorisch auf dieses Ziel ausgerichtet, fielen Aufstellung und Aufgabenverteilung aus. Vor der Dreier-Abwehr Kohler, Selmanaj und Philippe Gerspacher interpretierte Stauffer die Sechserrolle offensiv. Im Vierer-Mittelfeld agierten Riesen, Cani, Mathys und Hunziker. Mast und Vernocchi wirkten als Doppelsturmspitze. Eine zehnminütigen Angewöhnungsphase benötigten die Gäste, um mit diesen Umstellungen zurecht zu kommen.

In dieser Phase hielt Bähler sein Team zweimal im Spiel. In der zweiten Minute hatte er einen Babic-Schuss abzuwehren. Mirakulös war seine Handabwehr auf Zollers Abschluss (11.). Anschliessend gelang es den Solothurnern den Druck der Kolinstädter zu mindern.

Im richtigen Moment

Ballsicherheit und Ballkontrolle nahmen zu. Riesen mit dem Kopf auf Hunziker (14.), Vernocchi nach Handabwehr von Hüter Beganovic (17.) und Mathys auf einen Cani-Freistoss (19.) setzten erste offensive Zeichen. Eine Einzelleistung Masts bedeutete die Führung (27.). Er zog Richtung rechte äussere Strafraumecke und bezwang Zugs Schlussmann mit einem flachen Schrägschuss nach links.

Dieser Treffer fiel für die Besucher im richtigen Moment, wie der zweite. Eine geglückte Abwehr leitete Masts zweites Tor ein (45.). Cani spielte von der linken Seitenlinie Mathys in der Mitte an. Dieser lief nach vorne und visierte mit einem langen Ball halblinks Mast an – 0:2 zur Pause. «Die erste Halbzeit hat mir sehr gut gefallen, die Mannschaft hat von den Positionen her gut gespielt, sie hatte einen Plan», lautet Widmers Zwischenfazit.

Solothurn büsste Souveränität ein

Nach dem Seitenwechsel wurde den Einheimischen mehr Raum gelassen. Diese Freiheiten konnten die Innerschweizer nicht nützen. Gefährlich wurde es hauptsächlich bei ihren sechs Eckbällen in der zweiten Hälfte. Im Aufbau der Ambassasdoren schlichen sich Fehler ein. Auch das dritte Tor von Mast – für seinen Flachabschluss nach Vorarbeit von Hunziker und Cani musste sich der 21-Jährige zuerst um die eigene Achse drehen – wirkte nicht beruhigend genug (58.).

Weil sich die Solothurner vornehmlich auf die Verwaltung der Führung beschränkten, kam Zug wieder besser ins Spiel. Bähler verhinderte mit einer weiteren Glanztat, mit einer Fussabwehr eines Zoller-Schusses, einen möglichen Anschlusstreffer (78.). Sieben Minuten später war er jedoch machtlos. Zoller – wieder er –wurde auf der linken Seite genügend Platz gelassen. Sein Bogenschuss aus 25 Metern bedeutete den 1:3-Schlussstand.

Dieser Gegentreffer animierte die Gäste zu einem Schlusseffort. Doch Beganovic war zweimal mit dem Fuss gegen den wegen einer Erkankung nicht in die Startelf nominierten Chatton (89.), und Mathys (92.) erfolgreich. «In der zweiten Halbzeit haben wir die Souveränität vermissen lassen, daran müssen wir arbeiten. Trotzdem bin ich froh um diesen Auftritt, denn er gibt uns Energie und wir sind fast wieder dabei», heisst es für Widmer, am nächsten Samstag Hause Buochs zu schlagen.

Meistgesehen

Artboard 1