Eishockey

Trotz frühem 0:2-Rückstand: Olten dreht die Playoff-Partie

Die Neuenburger im Schach gehalten: Eric Arnold (links) und Michael Tobler lassen dem Gegner keinen Raum zur Entfaltung. HR AESCHBACHER

Die Neuenburger im Schach gehalten: Eric Arnold (links) und Michael Tobler lassen dem Gegner keinen Raum zur Entfaltung. HR AESCHBACHER

Der EHC Olten gewinnt auch das zweite NLB-Playoff-Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds 5:2 und führt in der Serie wieder mit 2:1. Auch wenn es zu Beginn der Partie ganz und gar nich rosig aussah.

Der EHC Olten hat in der Playoff-Viertelfinalserie gegen La Chaux-de-Fonds gestern Abend mit einem 5:2-Sieg vorgelegt und führt nun wieder 2:1. Einmal mehr in dieser Saison bewiesen die Oltner ihre Heimstärke und vermochten dank einer guten Kollektivleistung den frühen 0:2-Rückstand wettzumachen. Wie wichtig dieser Sieg war, sagt Marco Truttmann nach dem Spiel: «Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Jetzt steht La Chaux-de-Fonds unter Druck.»

Hartes Stück Arbeit

Der gestrige Erfolg war aber ein hartes Stück Arbeit für die Oltner. Denn bereits nach acht Minuten lagen sie mit 0:2 zurück. Beide Treffer erzielten die Neuenburger in Überzahl.

Der frühe Rückstand ging nicht spurlos am EHCO vorbei, der sich in der Folge etwas schwertat. «Nach den beiden Gegentreffern waren wir wie gelähmt», sagt Truttmann unumwunden. Umso wichtiger sei der Anschlusstreffer zwölf Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels gewesen. Verantwortlich zeichnete sich Diego Schwarzenbach, der die Scheibe nach einem Zuspiel Tschuors souverän im Tor von HCC-Keeper Damiano Ciaccio versorgte. «Nach diesem Tor ging ein Ruck durch die ganze Mannschaft», sagt Truttmann.

Vom 1:2 zum 4:2

Das war auch ersichtlich. Im Mitteldrittel kehrte bezüglich Strafenflut Normalität ins Spiel zurück – und diese schien den Oltner zu behagen. Denn sie gewannen allmählich die Oberhand in dieser Partie und drehten mit drei Treffern den 1:2-Rückstand in eine 4:2-Führung: Truttmann drosch einen Abpraller in die Maschen, Di Pietros abgelenkter Schuss fand den Weg über den Luftweg etwas glücklich ins Tor und Arnold skorte nach einem wunderbaren Zuspiel von Hirt. Obwohl der EHCO in Abschnitt zwei doch mehr am Drücker war als die Gäste, kamen auch die Neuenburger ab und an zu gefährlichen Möglichkeiten. Im Oltner Tor war Michael Tobler – der bislang in diesen Playoffs einen wirklich ausgezeichneten Eindruck macht – aber stets zur Stelle und bewältigte alle heiklen Situationen.

Aufregung im Kleinholz

Die drei EHCO-Treffer taten dem HC La Chaux-de-Fonds merklich weh. Er konnte im Schlussabschnitt nicht mehr auf den Zweitorerückstand reagieren und sah sich vermehrt in Bedrängnis. In der 49. Minute war die Stimmung unter den 4154 Kiebitzen im Kleinholz nochmals angespannt: Ein abgelenkter Schuss eines Neuenburgers landete am Pfosten und dennoch ertönte der Pfiff vonseiten des Schiedsrichters, dem in der Folge die volle Aufmerksamkeit galt. Denn ein jeder EHCO-Fan hatte das Phantomtor vom vergangenen Sonntag in La Chaux-de-Fonds noch bestens in Erinnerung. Aber die Befürchtungen waren grundlos, der Unparteiische zeigte hohen Stock beim HCC-Spieler an.

Eine Zeigerumdrehung später machte der EHCO schliesslich alles klar: Eine Strafe gegen den Gast war angezeigt, Tobler eilte aus dem Tor, ein sechster Feldspieler rückte nach – in der Folge zelebrierte Olten schönstes Überzahl-Eishockey und erhöhte durch Remo Meister auf 5:2.

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