Die Fans sind entzückt von der Saison des EHC Olten, der erstmals seit 25 Jahren wieder einen Playoff-Final bestreiten konnte. Wie fällt das Fazit vonseiten der Geschäftsstelle aus?

Peter Rötheli: Klar, das war sportlich eine sehr gute Saison, alle vorgegebenen Ziele wurden erreicht: Top 4 nach der Qualifikation, zumindest eine Halbfinal-Qualifikation, zudem war die Saison zuschauermässig ein Hit mit knapp 150 000 Besuchern. Das war wirklich sehr überzeugend, dadurch konnten wir den Bekanntheitsgrad vergrössern und den EHCO als Werbeträger noch interessanter machen.

Klar, dass für Sie als Geschäftsführer der finanzielle Aspekt im Vordergrund stehen dürfte.

Wir wollen sicher auch sportlich einen Schritt weiterkommen, dabei aber den Boden unter den Füssen nicht verlieren. Gegen La Chaux-de-Fonds setzten wir uns in Spiel 7 durch, auch gegen Langenthal und im Final gegen Lausanne war es sehr eng. Diese lange Saison kostete sehr viel Kraft, das heisst, wir müssen weiter professionalisieren – auf allen Ebenen. Das ist nicht ganz einfach, vor allem in den nächsten beiden Jahren.

Sie sprechen den Stadionumbau an. Wurden da Rückstellungen für eigene Projekte gemacht?

Die sind in den letzten paar Jahren gemacht worden. Mir wäre es natürlich lieber gewesen, das Geld in den EHCO zu investieren und ein eigenständiges Infrastruktur-Budget hinzukriegen, doch der Verwaltungsrat hat damals anders entschieden.

Der Beginn der effektiven Umbauarbeiten verzögert sich weiter, man spricht von Anfang Juni. Entspricht das Projekt denn einigermassen den Vorstellungen des mit Abstand grössten Nutzers, dem EHC Olten?

An den vielen gemeinsamen Sitzungen wurde vonseiten der Sportpark AG immer wieder betont, dass das gesprochene Geld nicht ausreicht. Um die Entwicklung weitergehen zu können, braucht der EHCO ein NLA-taugliches Stadion. Doch jetzt schaut es danach aus, als hätten wir in zwei Jahren, in gewissen Bereichen, lediglich ein NLB-taugliches Stadion. Mir ist auch klar, dass sie nur investieren können, was gesprochen wurde. Doch jetzt müssen alle an einen Tisch, um eine Lösung für alle Interessen zu finden.

Kann der EHCO die mittelfristigen Ziele so denn überhaupt erreichen?

Die Sitzplatzreduktion ist für uns ganz klar ein Problem. Selbst wenn es NLA-tauglich sein wird, wird uns das massiv einschränken. Das Kleinholz-Areal ist platzmässig sehr beschränkt, es gibt keine Ausbaumöglichkeiten. Es wird schwer werden – und doch sind wir natürlich froh, dass etwas passiert.

Zurück zur Saison 2012/13: Können Sie ein Highlight herauspicken oder war es vielmehr eine Summe von Höhepunkten?

Da waren so viele Highlights, unglaubliche Spiele wie jenes 7. im Viertelfinal gegen La Chaux-de-Fonds, das Break in Langenthal, die Aktion rund um Sierre, die Ankunft in der Schützi, auch der Zusammenhalt in der traurigen Stunde Ronny Kellers. Das war eindrücklich.

* Das komplette Interview erscheint im Oltner Tagblatt vom Donnerstag.