In einem schon fast epischen Duell, das um die Mittagszeit auf den Sandplätzen am legendären St. Galler-Ring begann und mit den drei Doppelspielen im Vitis Center in Allschwil in der Halle endete, behielten die Gäste das bessere Ende für sich. «Wir wollten heuer nicht, wie vor einem Jahr, mit einer Niederlage beginnen. So standen wir damals von Anfang stets mit dem Rücken zur Wand und unter Siegesdruck.

Dieser feine Erfolg in Basel ist für den weiteren Interclub-Verlauf wichtig», erklärte ein zufriedener Bartolomé Szklarecki, der Coach der Trimbacher. Den fünften Spielgewinn holte das Doppel Marek Szklarecki und Alvaro Bello, welche das höher kotierte Basler Duo Philipp Kahon und Dennis Baumgartner im dritten entscheidenden Satz schlugen. Dieser Set wird übrigens im Modus «Champions-Tie-Break» ausgetragen: Jeder Ballwechsel gibt einen Punkt und man spielt bis zehn Zähler, sofern man zwei Punkte Vorsprung hat.

Polnisches Trio bei Froburg

War in der letzten Saison Andrzej Mach der einzige «Gastarbeiter» aus Polen, so spielt nun ein Trio für Froburg Trimbach. Mit Marcin Gawron (ATP 340), der für sein Heimatland Daviscup spielt und einst einen gewissen Stanislas Wawrinka hart gefordert hatte, und Koniusz Blazej (auch er hat ein ATP-Ranking um Platz 500) verfügt Froburg über zwei starke Führungsspieler. Dass diese für die Solothurner spielen, hat mit Marek und Bartolomé Szklarecki zu tun. Die Berner mit polnischen Wurzeln verfügen über beste Beziehungen nach Polen und konnten so die Equipe, zumindest auf den vorderen Positionen, verstärken.

Über sieben Stunden im Einsatz

«Mit meiner Leistung bin ich nicht zufrieden; ich habe beide Partien verloren. Wichtiger ist aber, dass die Mannschaft gewonnen hat», meinte Gawron, die Nummer 1. Zu sagen ist, dass auf der Gegenseite mit Tim Pütz ein Mann stand, der noch besser klassiert ist (ATP 291). Die Partie des Frankfurters gegen Gawron war auch der spielerische Höhepunkt dieses Vergleiches, das sich – wegen der Dislokation von den Sandplätzen in die Halle – über fast sieben Stunden erstreckte.

Première und Lehrgeld bezahlt

Zu seinem ersten Einsatz in der NLB kam der 16-jährige Luca Giacomelli (R1). Der Oltner, der in Solothurn das Sport-Gymnasium besucht, wurde – nicht unerwartet – von seinem viel höher klassierten Widersacher Philipp Kahoun (N3) fast mit einer «Brille» vom Platz gefegt. «Wir wollen hinter unseren Spitzenleuten den eigenen Nachwuchs fördern. Luca hat sich tapfer gewehrt», so Teamcoach Szklarecki. Giacomelli, der bis zu seinem 10. Altersjahr auch noch Fussball beim FC Dulliken gespielt hatte, trainiert täglich und weiss, dass «ich mich in allem, vor allem aber beim Aufschlag, verbessern muss».

Dennoch ist der talentierte Junior bereits ein wichtiger Mann bei Froburg Trimbach. Er feuerte im entscheidenden Doppel seine Teamkollegen frenetisch an, munterte sie auf – und durfte sich über den Auftaktsieg gegen OB freuen.