2. Liga regional
Trimbach schafft die Wende vom 0:2 zum 4:2

Der bis dahin souveräne 2.-Liga-regional-Leader FC Subingen führte beim FC Trimbach nach 31 Minuten mit 2:0. Doch danach ging plötzlich nichts mehr und das Heimteam kehrte das Spiel. Schlussendlich verlor Subingen mit 2:4.

Tobias Schalk
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Auch der eingewechselte Subinger Prenaj konnte die Wende zu Gunsten Trimbachs nicht verhindern.

Auch der eingewechselte Subinger Prenaj konnte die Wende zu Gunsten Trimbachs nicht verhindern.

Hans Peter Schläfli

Der bisher so souveräne Leader Subingen wurde auf dem Trimbacher Leinfeld nach dem Seitenwechsel gehörig zerzaust. Trimbachs Trainer Edgar Dias stellte zur Pause, angesichts des offensiv eher bescheidenen Auftritt des Gegners, von einer 4-5-1-Formation auf das gewohnte 4-4-2 um.

Für die Offensive brachte er mit Gabriele Cappello einen frischen Mann. Mit dieser Einwechslung sollte Dias ein goldenes Händchen beweisen. Denn Cappello war quasi eigenhändig für die Trimbacher Wende verantwortlich.

Mit einem provozierten Penalty und zwei Treffern in 45 Minuten lässt sich seine persönliche Bilanz sehen. Trainer Dias meinte hinterher bescheiden: «Klar bin ich glücklich, wenn ein solcher Wechsel aufgeht, doch mein Verdienst ist die Wende nicht.»

Penalty dank Intervention des Schiri-Assistenten

Dem Penalty zum 2:2, welcher durch den auffälligen Natthawut Ngokpho verwandelt wurde, ging eine lobenswerte Intervention des Linienrichters bei seinem «Chef» voraus. Dieser hatte das Foul eines Subinger Verteidigers im Strafraum an Cappello übersehen.

Cappello war nun an jeder gelungenen Aktion der Trimbacher beteiligt. So auch in der 73. Spielminute: Sein schöner Flugkopfball, nach einer Massflanke Tastans, bedeutete die erstmalige Führung für die Platzherren.

Auf und Ab nach der Trimbacher Führung

Nun wogte die Partie hin und her. Beide Seiten agierten mit offenen Visieren, der FCT schien dem 4:2 aber näher als die Subinger dem Ausgleich. Genau so kam es nach 85. Minuten, als Cappello im gegnerischen Strafraum viel Durchsetzungsvermögen bewies.

Gleich doppelt setzte er sich gegen seine Gegenspieler durch und vollstreckte schliesslich wuchtig in den Torhimmel, was die endgültige Entscheidung bedeutete. Die Subinger waren im zweiten Abschnitt nicht etwa inaktiv, doch aus dem Spiel kam nur wenig von den Gästen.

Es brauchte stehende Bälle, welche stets gefährlich waren, um für Torgefahr zu sorgen. Die Schützen scheiterten aber wiederholt an Lukas Auf der Maur, dem starken Rückhalt im Trimbacher Tor.

So parierte er einen Freistoss von Avni Xhema, der genau in den Winkel gepasst hätte, geradezu mirakulös (64.). Erneut war es Xhema, der es nach 75 Minuten per Freistoss versuchte. Doch auch hier bewies Auf der Maur eine glänzende Reaktion und wehrte das Geschoss ab und ebnete damit den Weg zum Trimbacher Sieg.

War Subingen zu selbstsicher?

Warum die Subinger, welche vor der Pause das Spiel grossmehrheitlich kontrolliert hatten noch aus den Händen gaben, war für Gästecoach Erich Hert nicht restlos zu erklären. «Wir waren wohl zu selbstsicher und dachten nach der 2:0-Führung sei das Spiel bereits gelaufen.»

Hätte man tatsächlich meinen können, angesichts der Harmlosigkeit der Trimbacher. Sowohl offensiv, als auch defensiv schien der FCT (noch) nicht auf der Höhe seiner Aufgabe. So kam der FCS wie im Vorbeigehen zur Zweitoreführung.

Zweimal hatten die Trimbacher ihren Gegenspielern im eigenen Strafraum zu viel Platz gewährt, was diese jeweils nach Flanken von der Seite in Tor umzumünzen wussten. Dank des postwendenden Anschlusses von Kadir Tastan wurde der Subinger Irrglauben einfach verdienter Punkte aber bereits in der ersten Hälfte wiederlegt. Dass sich das Blatt später derart wenden würde, hätten nur Wenige für möglich gehalten. Einer davon war FCT-Trainer Dias: «Ich habe stets an einen Erfolg meines Teams geglaubt, besonders nachdem wir gespürt haben, dass Subingen zu packen ist.»

Trimbach - Subingen 4:2 (1:2)

Leinfeld. – 80 Zuschauer. – SR Tardent. – Tore: 13. Brunner 0:1. 31. Misteli 0:2. 32. Tastan 1:2. 60. Ngokpho (Penalty) 2:2. 73. G. Cappello 3:2. 85. G. Cappello 4:2.

Trimbach: Auf der Maur; Husi, Baumgartner, Yildirim, P. Cappello; Acar (46. G. Cappello), De Pascali, Ngokpho, Dibrani (46. Ramel), Bärtschi (84. Dalipi); Tastan.

Subingen: Farese; Koch, Misteli, Wiedmann, Grossenbacher; Brunner, Xhema (70. Prenaj), Büttler, Kupferschmid (74. Bucher); Fragale, Linder.

Bemerkungen: Trimbach ohne Schalt (gesperrt), Rüedi (verletzt) und Krasniqi (abwesend). – Verwarnungen: 25. Baumgartner, 60. Wiedmann (beide wegen Foul). 30. Tastan, 87. Fragale (beide wegen Reklamieren).