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Trimbach kam dank Standards zum glücklichen Remis

Trimbachs Torschütze Iandorio (ganz links) trifft in der 16. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Markus Müller

Trimbachs Torschütze Iandorio (ganz links) trifft in der 16. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Markus Müller

Traumstart und krasse Feldüberlegenheit in der zweiten Halbzeit reichten Egerkingen nicht zum fünften Sieg in Serie: In der Defensive liess sich der FCE übertölpeln, in der Offensive verpasste die Heimelf grosse Chancen.

Der gastgebende FC Egerkingen zeigte auf der vernieselten Mühlematt erfrischenden Offensivfussball. Den fünften Sieg in Folge schaffte die Dullaj-Elf dennoch nicht. Vorne waren die Ursachen dafür ein verschossener Strafstoss und verpasste Grosschancen, in der Defensive liess sich Egerkingen zweimal bei ruhenden Bällen übertölpeln. Trimbach präsentierte sich während der zweiten Halbzeit sehr passiv. Der Punktgewinn war am Ende ein guter Lohn für das Auswärtsteam.

Traumstart für die Heimelf

Für die Einheimischen hätte das Spiel nicht besser beginnen können. In der dritten Minute brachte Krasniqi Egerkingen bereits in Front. Nach einem leichtsinnigen Ballverlust des Trimbacher Mittelfelds kam der Ball zum rechten FCE-Aussenläufer Besnik Rudaj. Dessen flache Hereingabe konnte Trimbachs Goalie Auf der Maur nicht festhalten und Krasniqi staubte ab. Die Antwort der Gäste kam später in Form einer Standardsituation. Ngokphos Freistoss aus mehr als dreissig Metern segelte lange durch die Luft und fand im aufgerückten Verteidiger Iandorio einen Abnehmer. Der FCE-Schlussmann Fortunato machte keine Anstalten, die Torlinie zu verlassen und für den im Fünfer stehenden Torschützen fühlte sich auch kein Egerkinger verantwortlich.

Trimbach mit Eckball zum 2:1

Exakt fünf Minuten später kam es noch schlimmer für das Heimteam – diesmal per Eckball. Der einzige Corner, den die Trimbacher während der gesamten Spielzeit ausführen konnten, wurde von den Egerkingern nur bis zum Sechzehner geklärt. Von dort drückte Ulrich ab und sein Schuss fand abgelenkt den Weg ins Tor zum 2:1 für den FCT.

Nach dem Führungstreffer hatten die Trimbacher ihre beste Phase des gesamten Spiels. Mit Weitschüssen hätten sie den Vorsprung zweimal beinahe ausgebaut. Dominik Schalts Freistoss mit links (28. Minute) und Ulrichs Schuss von der Sechzehnergrenze (32.) streiften nur knapp am Gehäuse vorbei. Die Heimelf zeigte in dieser Phase zwar gefällige Vorstösse, Chancen schauten dabei aber keine heraus; weil Trimbach hinten geschickt abriegelte. Bis Covarelli in der 40. Minute bei seinem Dribbling im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoss parierte Trimbachs Torhüter geradezu mit Leichtigkeit. Hamit Hasani hatte den Ball flach und schwach Richtung Tormitte spediert. Kurz vor dem Seitenwechsel verpassten die Egerkinger noch eine weitere Grosschance, den Spielstand wieder auszugleichen. Zampino scheiterte mit seinem Lob am FCT-Schlussmann, nachdem er von Hamit Hasani perfekt lanciert worden war.

Egerkingens Engagement belohnt

Ab dem Wiederanpfiff spielten praktisch nur noch die Egerkinger. Die erste sehenswerte Chance verzeichnete Dullaj. Kurz zuvor eingewechselt knallte der FCE-Topscorer das Leder von der Strafraumgrenze an den Innenpfosten. Egerkingen schnürte die Gäste zwar phasenweise in deren eigenen Platzhälfte ein, vor dem Tor agierte das Heimteam aber oft zu verspielt und verpasste häufig den direkten Abschluss. Oder es war noch ein Trimbacher Bein im Weg, wie bei Hädeners Doppelchance in der 72. Minute.

Nach zwei Minuten zum Ausgleich

Zwei Zeigerumdrehungen später kam der verdiente Ausgleich doch noch. Nach einem Eckball gelangte der Ball zu Besnik Rudaj, der sofort abdrückte und mit dem 2:2-Ausgleich seine starke Leistung krönte. Den Vollerfolg realisierte der FCE in der Schlussviertelstunde aber nicht mehr, obwohl Trainer Xhevxhet Dullaj die Richtung mit seinen offensiven Wechseln klar vorgab. Trimbach wollte in erster Linie das Unentschieden halten, agierte nur noch mit einer Sturmspitze und verliess sich auf Konter. Das war insgesamt zu wenig, auch wenn Rüedi in der 80. Minute nach einem schnellen Gegenstoss per Kopf beinahe noch der Lucky Punch gelungen wäre – der Aussenpfosten verhinderte das 2:3. Die letzte Chance der intensiven Partie hatten dann noch einmal die Egerkinger. Zampinos Freistoss-Knaller konnte von Auf der Maur aber gerade noch über die Querstange gelenkt werden.

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