Fussball
Trimbach bleibt auch am vierten Spieltag ungeschlagen

Nullnummer zwischen dem Tabellendritten Trimbach und dem FC Welschenrohr (9.)

Raphael Wermelinger
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Trimbach-Verteidiger Lucien Baumgartner klärt vor dem Welschenrohrer Claudio Stampfli.

Trimbach-Verteidiger Lucien Baumgartner klärt vor dem Welschenrohrer Claudio Stampfli.

Markus Müller

Nach zwei Siegen gegen Grenchen sowie Mümliswil und dem Unentschieden gegen Niederbipp punktete Trimbach auch am vierten Spieltag der 2. Liga: 0:0 gegen den FC Welschenrohr. Trotz Ungeschlagenheit haderte Trainer Mehmet Ozan nach dem vierten Auftritt seines neuen Teams: «Alle vier Punkte haben wir unnötig verloren. Auch diesmal sind es zwei verlorene Punkte.» Welschenrohr habe nach zuletzt zwei Niederlagen unbedingt Punkte gebraucht und sei deshalb ein schwieriger Gegner gewesen. «Wir haben zwischendurch aber auch einen ‹Seich› gespielt und sind zu locker aufgetreten. Und wenn wir dann noch zu viel reden, ist endgültig fertig.»

Chancenplus für Welschenrohr

Auf beiden Seiten kam es wegen Absenzen zu einige Änderungen in der Startelf. So passte denn auch lange wenig zusammen. Nach zähen zwanzig Minuten mit wenig zusammenhängenden Aktionen waren es die Gäste aus Welschenrohr, welche zur ersten Chance kamen. André Dietschi lenkte den Eckball von Tobias Fankhauser mit dem Kopf an den Pfosten. Welschenrohr war in der ersten Halbzeit nicht unbedingt die bessere Mannschaft, aber sicher die gefährlichere. In der 35. Minute war plötzlich die komplette rechte Seite der Trimbacher offen. David Müller konnte von der Seite in den Strafraum ziehen, schoss den Ball mit links aber knapp am weiten Pfosten vorbei. Zwei Minuten später hätte Welschenrohr beinahe von einem Bock der Trimbacher Abwehr profitiert. Der Prellball landete genau vor Ernst Christs Füssen, der zu hoch ansetzte. Der Aussenverteidiger war auch Ausgangspunkt der letzten Möglichkeit vor dem Seitenwechsel. Nach seinem genialen Flachpass durch zwei Trimbacher Reihen zögerte Tobias Fankhauser zu lange und wurde von Melvin Zurfluh gerade noch abgedrängt.

Telegramm

Trimbach – Welschenrohr 0:0

Trimbach: Auf der Maur; Suna, Zurfluh (48. Nisandzic), Baumgartner, Bader (46. Abbagnale); Schulthess, Rüedi, D. Schalt, Bärtschi; S. Schalt, Ozan.
Welschenrohr: Hug; E. Christ, R. Christ, Uebelhart, S. Eggenschwiler; Dietschi (66. P. Eggenschwiler), Stampfli, J. Faganello (81. Stoller), D. Müller; M. Müller, T. Fankhauser.
Bemerkungen: Verwarnungen: 72. Suna, 83. S. Schalt (beide Reklamieren), 85. M. Müller, Uebelhart (beide Foul). – Cornerverhältnis: 3:7.

«Für unsere doch eher defensive Grundordnung hatten wir viele Torchancen. Es hätte halt einer rein müssen», resümierte Welschenrohrs Trainer Christoph Büschi. Unglücklich über den Ausgang war er aber nicht: «Vor dem Spiel hätte ich für ein Unentschieden unterschrieben.» Trimbach-Trainer Ozan brachte nach der Pause zwei neue Verteidiger, und tatsächlich kam Welschenrohr in der zweiten Hälfte nur noch zu einer Torchance, in der 60. Minute: Nach der Vorarbeit von Claudio Stampfli, der am Flügel seinen Gegenspieler vernaschte und zur Mitte flankte, brachte Manuel Müller mit dem Kopf zu wenig Druck hinter den Ball. FCT-Goalie Lukas Auf der Maur krallte sich das Leder.

Trimbach zu ungenau im Abschluss

Je weniger Zeit blieb, desto besser spielten die Gastgeber. Trimbach versuchte vor allem mit Weitschüssen, den Lucky Punch zu landen. Ali Ozan in der 56. und Sandro Schalt in der 67. Minute sahen ihre Schüsse knapp übers Gehäuse streifen. Am knappsten wars bei Dominik Schalts sattem Linksschuss aus 18 Metern kurz vor Schluss. Marco Hug im Tor der Gäste brachte seine Fingerspitzen aber gerade noch dran und lenkte den Ball übers Tor. «Am Ende kann das Spiel auf beiden Seiten kippen», so FCW-Trainer Christoph Büschi. «In den letzten zwei Spielen gingen wir früh in Rückstand und kassierten am Ende jeweils vier Tore. Deshalb war es in erster Linie wichtig, dass wir hinten die Null halten konnten.» Aufgrund der vielen Gegentore habe man die Ausrichtung geändert. «Wir wollten den Gegner nicht mehr in seiner Hälfte attackieren, sondern in unserer kompakt stehen und die Räume eng machen.» Der Plan ging auf, die Trimbacher konnten sich nur ganz selten durch die FCW-Reihen kombinieren. Zum Unmut von Mehmet Ozan, der hohe Ansprüche an seine Spieler stellt: «Wir müssen noch härter Arbeiten. Die Vorbereitung war schwierig, immer wieder waren Spieler in den Ferien. Deshalb fehlt uns jetzt noch die nötige Kondition. Das führt dann zu solchen Resultaten.»

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