Handball
Transfercoup nach dem Wiederaufstieg für die Frauen des Handball-Vereins Olten

Der HV Olten will sich in den nächsten Jahren zum Aushängeschild im Mittelland entwickeln. Der neue Sportchef Christian Müller wirbelte bereits mächtig und verpflichtete unter anderem mit Ivana Ravlic eine starke Spielerin. Sie war das Zugpferd für drei weitere Neuverpflichtungen.

Raphael Wermelinger
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Die Frauen des Handballverein Olten verstärken sich nach dem Aufstieg in die dritthöchste Liga.

Die Frauen des Handballverein Olten verstärken sich nach dem Aufstieg in die dritthöchste Liga.

Markus Müller OT

Die Frauen des HV Olten schafften diese Saison souverän den direkten Wiederaufstieg in die 1. Liga. Mit acht Siegen und zwei Niederlagen zogen sie in die Finalrunde ein. Dort gewannen die Oltnerinnen alle zehn Spiele.

Damit ist der Ausrutscher aus dem Vorjahr bereits wieder korrigiert. In der Spielzeit 2016/17 verpassten die HVO-Frauen in der 1. Liga nur knapp die Finalrunde, kamen danach aber richtiggehend in eine Negativspirale, was in der Relegation in die 2. Liga gipfelte.

Christian Müller ist der neue Sportchef

Nach der Rückkehr in die dritthöchste Liga will sich der HV Olten bei den Frauen nun zum Aushängeschild im Mittelland entwickeln. Deshalb wurde neu der Posten des Sportchefs geschaffen. Dies ist der erste Schritt, um den Leistungssport zu intensivieren.

Der 37-jährige Christian Müller wurde mit dieser Aufgabe betraut. Der gebürtige Suhrer kennt den HV Olten, er war zwischen 2011 und 2014 Trainer bei den Männern. Seit knapp vier Jahren arbeitet Müller beim Schweizer Handballverband als Ausbildungsverantwortlicher und J&S-Nachwuchscoach.

Neuverpflichtung Ivana Ravlic

Neuverpflichtung Ivana Ravlic

zvg

Aufstieg in die zweithöchste Liga in zwei bis drei Jahren

«Der Breitensport hat sich beim HVO in den letzten Jahren sehr gut entwickelt», sagt der Neo-Sportchef. «Diese grossartige Basis wollen wir nun beibehalten und gleichzeitig den Leistungssport weiterentwickeln.»

Dem Frauen-Handball mangelt es in der Region an Aushängeschildern. Daher soll der Weg der HVO-Frauen möglichst schnell in die zweithöchste Liga führen. «Nächste Saison ist der Aufstieg sicher noch kein Muss, aber in den kommenden zwei, drei Jahren sollte er kommen.»

Vier Neuverpflichtungen

Obschon er erst seit kurzer Zeit im Amt ist, kann Müller bereits einen richtigen Transfercoup vermelden. Ivana Ravlic wird auf die kommende Meisterschaft zum HV Olten zurückkehren. Die 26-jährige Trimbacherin durchlief in der Dreitannenstadt alle Nachwuchsstufen.

2009 stieg sie mit der SG Zofingen/Olten in die höchste Liga der Schweiz auf. Zwei Jahre später folgte der Wechsel zu einem Topteam: zum LK Zug. Nach sieben Spielzeiten in der Zentralschweiz kehrt die Kroatin nun zu ihren Wurzeln zurück.

Der Transfer löste eine Sogwirkung aus. So konnten die Verantwortlichen des HV Olten drei weitere Top-Spielerinnen von der Zukunftsvision überzeugen und verpflichten.

Weitere Neuverpflichtung: Nina van Polanen

Weitere Neuverpflichtung: Nina van Polanen

zvg

Weiterer Zugang und zwei Rückkehrerinnen

Ebenfalls vom LK Zug kommt Nina van Polanen. Die Schwester der 23-Jährigen spielt bereits seit mehreren Jahren für das Oltner Fanionteam. Die dritte Neuverpflichtung ist Andrea Schlegel, welche in dieser Saison in der zweiten Mannschaft des LK Zug auflief. Sie ist ebenfalls eine Ex-Oltnerin.

Wie auch Sina Bachmann, die das Quartett komplettiert. Sie spielte in der abgelaufenen Meisterschaft bei den U18-Elite-Juniorinnen von GC Amicitia Zürich. Bachmann ist ausserdem Nachwuchsnationalspielerin.

«Diese Transfers waren nötig, um möglichst gut und vor allem schnell voranzukommen», sagt Sportchef Christian Müller. «Ivana Ravlic war dabei ganz klar das Zugpferd für die weiteren Verpflichtungen.»

Müller glaubt an den Aufstieg in der nächsten Saison

Die Kaderplanung für die nächste Saison sei damit bereits abgeschlossen. Auch ohne die vier Zuzüge hatte die Equipe bereits ein grosses Potenzial, stellt Müller klar. «Mit entsprechender Trainingsqualität und -quantität wollen wir das Niveau nun weiter steigern.»

Er ist überzeugt, dass es bereits in der kommenden Saison klappt mit dem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des Landes.

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