Eishockey 2. Liga

Trainer vom SC Altstadt Olten: «Diese Startniederlage macht uns nicht nervös»

Rolf Hildebrand ist seit der Saison 2012/13 Trainer des SC Altstadt Olten.

Rolf Hildebrand ist seit der Saison 2012/13 Trainer des SC Altstadt Olten.

Der SC Altstadt Olten liegt in den Playoff-Viertelfinals der 2. Liga gegen den EHC Brandis im Hintertreffen. Trainer Rolf Hildebrand ist trotzdem überzeugt, dass die Saison noch lange andauert.

Der SC Altstadt Olten zündete in der Schlussphase der Zweitliga-Qualifikation ein Feuerwerk. Mit 9:1 und 11:1 gewannen die Oltner die letzten beiden Spiele gegen Laufen und Koppigen. Dadurch gelang dem Team von Headcoach Rolf Hildebrand im letzten Moment der Sprung auf den vierten Platz, der ihm das Heimrecht in den Playoff-Viertelfinals gegen Brandis bescherte.

«Die Quali war mal gut, mal schlecht», blickt Hildebrand zurück. Aufgrund von Verletzungen standen ihm zwischenzeitlich nur zwölf Spieler zur Verfügung. «So wird es konditionell natürlich schwierig. Wir waren eine Zeit lang fast nicht mehr konkurrenzfähig», sagt er. Mittlerweile ist der Grossteil der Verletzten zurück, was den Trainer natürlich freut: «Seit wir wieder mit drei kompletten Linien spielen können, zeigt die Leistungskurve deutlich nach oben.»

Trotzdem misslang am Sonntag der Auftakt in die Playoffs. Die Altstädter gaben den Heimvorteil also gleich wieder aus der Hand. Sie eröffneten das Skore im Stadion Kleinholz zwar schon nach gut zwei Minuten – Cyrill Aeschlimann schoss die Oltner in Führung –, in der Folge gelang dem Heimteam aber kein einziges Tor mehr. Brandis schaffte noch im ersten Drittel den Ausgleich und kurz nach Spielmitte sorgten die Gäste mit dem 2:1 durch Noel Ryffel für den Game-Winner und das Break.

«Brandis ist ein junges Team mit viel Tempo. Wir waren trotz des Führungstors sehr nervös im ersten Drittel und Brandis daher die bessere Mannschaft», sagt Hildebrand. In den restlichen vierzig Minuten dominierte seine Mannschaft das Geschehen auf dem Eis, Zählbares schaute aber nicht heraus. «Wir haben gekämpft, sind viel gelaufen und brachten die Scheibe aufs Tor», zeigt sich Hildebrand trotz der Niederlage zufrieden. «Nur die Tore haben gefehlt, aber solche Spiele gibt es halt.»

Schon die beiden Spiele in der Qualifikation verliefen auf Messers Schneide. Die Begegnung in der Vorrunde war ein spektakuläres Hin und Her. Die Oltner führten nach dem ersten Drittel mit 2:0, nach vierzig Minuten stand es 3:3. Brandis legte im dritten Abschnitt mit 5:3 und 6:5 vor, der SC Altstadt schaffte jeweils wieder den Anschluss. Im Penaltyschiessen behielt Brandis dennoch das glücklichere Ende für sich. Das Rückspiel im Januar war im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen nur zwanzig Minuten lang ausgeglichen. Im Mitteldrittel zog der SCA vorentscheidend auf 4:1 davon und setzte sich schliesslich mit 7:4 durch.

Nach der 1:2-Niederlage ist der SC Altstadt Olten morgen Mittwoch auswärts gefordert. Hildebrand macht sich keine Sorgen über den weiteren Verlauf der Best-of-five-Serie: «Diese Startniederlage macht uns nicht nervös. Wenn wir wieder so spielen wie im ersten Match, werden die Tore fallen und wir gewinnen.» Steigern müsse sich sein Team vor allem im Powerplay. «Und wir dürfen uns nicht mehr so viele Fehler in der Vorwärtsbewegung erlauben», ergänzt Rolf Hildebrand, der bereits seit der Saison 2012/13 SCA-Trainer ist.

Wohin soll der Weg des mit ehemaligen NLB-Spielern gespickten Teams gehen? «Wir haben viel Qualität in der Mannschaft. Wenn wir diese aufs Eis bringen, kann der Weg sehr weit gehen», sagt Hildebrand, der die aktuell gute Stimmung im Team hervorhebt: «Der Spirit ist super. Man spürt, dass die Spieler etwas erreichen wollen. Dass wir den Sieg mehr wollen, wird hoffentlich auch gegen Brandis den Unterschied ausmachen.» Vielleicht zünden die Altstädter schon im zweiten Playoff-Spiel vom Mittwoch wieder ein Feuerwerk.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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