Unihockey

Trainer Schönbeck legt höchsten Wert auf Disziplin und klare Strukturen

Wiler-Ersigen (Nico Berlinger, links): Mit neuem Schwung zurück in die Erfolgsspur.

Wiler-Ersigen (Nico Berlinger, links): Mit neuem Schwung zurück in die Erfolgsspur.

Wiler-Ersigen steigt mit einem neuen Trainer und alten Zielen in die Meisterschaft. Der Schwede Johan Schönbeck, der bei den Tigers Langnau zweimal unter Vertrag stand und den Cupsieg holte, will der Mannschaft seine Ideen nun behutsam weiterbringen

In Kirchberg (19 Uhr) kommt es am Samstg zur Cupfinal-Reprise. Die Wiler empfangen Grünenmatt. Beim letzten Aufeinandertreffen im März setzte sich der achtfache Meister in der Berner Wankdorfhalle 3:1 durch und rettete eine missglückte Saison, die alles andere als meisterlich verlaufen war. Die Trennung von Trainer Luukkonen und das frühe Scheitern in den Playoffs zwangen die Verantwortlichen zum Handeln. Am Ende des Denkprozesses stand die Verpflichtung von Johan Schönbeck. Einem ausgewiesenen Unihockey-Fachmann mit Schweizer Vergangenheit. Der Schwede stand bei den Tigers Langnau zweimal unter Vertrag und holte mit den Emmentalern 2007 den Cupsieg. Im Final bezwangen die Tigers Wiler-Ersigen.

Taktische Disziplin ist wichtig

Auf Luukkonen, den Verfechter der Improvisation, folgt mit Schönbeck eine Persönlichkeit, die höchsten Wert auf Disziplin und klare Strukturen legt. «Taktische Disziplin ist mir sehr wichtig», bekennt der 41-jährige Schönbeck. In der Vorbereitung waren die Improvisationskünste von Schönbeck gleichwohl gefragt. Mehrere Spieler fielen verletzungs- oder krankheitshalber aus. Eine hartnäckige Margen-Darm-Grippe setzte zuletzt ein Dutzend Leistungsträger ausser Gefecht. Dazu kam der Ausfall von Christoph Hofbauer. Der Stürmer laboriert seit längerem an einer Fussgelenkverletzung und wird dem Team zum Saisonstart nicht zur Verfügung stehen.

Keine Nummer 1 im Tor

Johan Schönbeck lässt sich deswegen nicht aus der Ruhe bringen. Er will der Mannschaft seine Ideen ohnehin behutsam näherbringen. «Einen Titel hat noch kein Team im Herbst gewonnen.» Auch mit dem Ausfall von Hofbauer und dem beruflichen Auslandaufenthalt von Philipp Fankhauser gehört der Serienmeister der letzten Jahre zu den engsten Anwärtern auf den Titel. Auf den Ausländerpositionen sind die Wiler erstklassig besetzt. Mit dem 88-fachen finnischen Internationalen Tatu Väänänen und dem schwedischen Topskorer Isaac Rosén verfügt die Mannschaft über ausreichend Substanz, um Meister Malans, Grasshoppers oder Köniz Paroli zu bieten.

Umworbter Chefposten

Interessant wird der Kampf um die Nummer 1 im Tor. Nach dem Rücktritt von Daniel Streit, «streiten» sich Samuel Zimmermann und Nicolos Wolf um den Chefposten zwischen den Pfosten. Johan Schönbeck schwächt ab. «Die beiden sind gleichberechtigt und werden sich abwechseln.» Gegen Grünenmatt hat sich der Schwede festgelegt, er will es – ganz Schönbeck – aus taktischen Gründen nicht verraten.

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