FC Solothurn

Trainer muss FC Solothurn per sofort verlassen - Klub schweigt

Die Geschäftsleitung des FC Solothurn führt die Zusammenarbeit mit Trainer Patrik Grolimund nicht weiter. Auch Assistenztrainer Marc-Patrick Schwab muss per sofort gehen. Über die Hintergründe schweigen sich die Verantwortlichen aus.

Wenn der Hintern auf Grundeis zu sinken droht, sind gute Vorsätze schnell Makulatur. So auch beim FC Solothurn. Im Wissen drum, dass die Saison mit einer sehr jungen, unerfahrenen Mannschaft schwierig werden würde, hat man beim Stadtklub doch mehr erwartet, als bis jetzt auf dem Feld Tatsache wurde.

Der FCS ist mit zwei bitteren Niederlagen (1:6 gegen Black Stars und 0:1 gegen Thun U21) in die Rückrunde gestartet. Darum belegt man weiterhin einen Abstiegsplatz. Die Verantwortlichen haben die Situation nun offenbar so eingeschätzt, dass sich nebst Resultaten auf dem Platz auch die Team-Dynamik in eine ungute Richtung entwickelt. Dahingehend, dass die Mannschaft ihr Potenzial nicht umsetzt; respektive der Coach dieses nicht aus nicht aus seinem Team rauszuholen vermag.

Obwohl die FCS-Elf auf die Rückrunde hin mit routinierteren Spielern ergänzt wurde und Coach Patrik Grolimund vom Trainingslager im spanischen Cambrills schwärmte, ist Letzterer nun sein Amt los.

Am Donnerstag soll der Nachfolger präsentiert und darüber informiert werden, ob Grolimund weiterhin im Klub tätig bleibt. Der 33-jährige Sportwissenschaftler hatte das Traineramt auf den 1. Juli letzten Jahres nach einem veritablen Gezänke zwischen dem langjährigen FCS-Trainer Roland Hasler und Teilen der Geschäftsleitung übernommen.

Fragwürdige Politik

Nun also ist der Kredit, den man dem auf Aktivstufe noch eher unerfahrenen Jung-Trainer gegeben hat, aufgebraucht. Grolimund hatte sich zuvor um die U12 und U15 des FCS gekümmert. «Es ist das normale Szenario, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt», sagt Informationschef und Geschäftsleitungs-Mitglied Jürg Naegeli.

Über weitere Hintergründe und Ausblicke schweigt man sich beim FC Solothurn aus. Eine Informationspolitik, die zumindest kein professionelles Licht auf die Führungskräfte des Klubs wirft. Möglicherweise täte dem FCS ein starker Präsident langsam aber sicher doch mehr als gut...

1.- Liga-Platz doch wichtiger

Das Ziel sei es, hatte es beim FC Solothurn noch vor Saisonbeginn getönt, einst mit elf Spielern auf dem Platz zustehen, die ihre Wurzeln oder einen Teil ihrer Vergangenheit beim FC Solothurn haben. Dafür sei man auch bereit, sportliche Abstriche, allenfalls gar einen Abstieg der 1. Mannschaft in Kauf zu nehmen. Im Wissen und Bekenntnis, dass man ein vorzüglicher Ausbildungsklub ist.

Ein FC Solothurn, der auf Nachwuchsstufe zu den Besten im Land zählt und regelmässig Spieler rausbringt, die primär via Partnerklub Basel die Chance erhalten, sich für die Super League oder anderweitige, höhere Aufgaben zu empfehlen.

Um die Chance zu wahren, dass ausgebildete FCS-Spieler, sollten sie den Sprung in die Super- oder Challenge-League nicht schaffen, zurück zum FCS und nicht zu irgendeinem anderen Klub gehen, scheint der Platz in der 1. Liga offenbar doch viel, viel wichtiger, als es vor einiger Zeit noch getönt hat.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1