Der FC Büren steht in der Krise. War man im letzten Jahr noch ein Kandidat für den Aufstieg aus der 2. Liga Bern, müssen sich die Berner im Moment mit der roten Laterne begnügen. Wie konnte dies nur passieren? Albertoz Murtaj, Trainer des Fanionteams, erklärt die prekäre Situation.

Herr Murtaj, wie erklären Sie sich die momentane Situation Ihres Teams?
Albertoz Murtaj:
Ich glaube ein Wort beschreibt unsere Situation am besten: Lazarett. Momentan muss ich auf sieben bis acht Stammspieler verzichten, da wir ein unglaubliches Verletzungspech aufweisen. Es ist sogar so schwierig, dass ich unserer zweiten Mannschaft viele Spieler abziehen musste und auch Junioren früher in das Team integrieren muss, als dies vorgesehen war.

Ist dies der einzige Grund für die Mühe Ihres Teams oder ist es auch nicht mehr so stark wie letztes Jahr?
Wir mussten während der Sommerpause sicher auch grosse qualitative Rückschläge hinnehmen. Mehr als zehn Spieler verliessen das Team und das neue Team, welches auch noch unerfahrener ist, konnte sich wegen der grossen Zahl an Ausfällen auch noch nicht finden. Das alles braucht immer seine Zeit.

Wann wollen Sie aber die Wende erzwingen in dieser Saison?
Wir wollen am Samstag gegen Develier Punkte mit nach Hause nehmen. Wir werden nicht ohne Zähler gehen und wenn möglich gleich mit drei, denn meine Jungs finden sich immer besser zurecht. Aber im Moment lautet unsere Devise Anschluss halten bis zur Rückrunde und dann, wenn all unsere Leistungsträger zurück sind, nach vorne kämpfen.

Sehen Sie diese Einsätze auch als Vorteil für die Junioren?
Es ist für die jungen Spieler sicher auch gut, diese Erfahrungen in der 2.Liga zu machen. Ich wollte sie eigentlich langsam einführen, aber ein Sprung ins kalte Wasser kann auch von Vorteil sein. Ich habe auch schon gesehen, dass die Junioren viel Potenzial aufweisen und unsere Zukunft somit gut aussehen wird. Ich will sie aber nicht überbelasten mit Druck, dies wäre kontraproduktiv. (owi)